Was hilft am besten gegen 35 Grad und mehr? Richtig, eine Abkühlung! Und die gönnen sich sehr viele Menschen in den Freibädern des Kreises Haßberge. Alle Bäder haben die Besucherzahlen des letzten Jahres schon jetzt erreicht - oder sogar übertroffen.

"Wir haben schon weit mehr als 60 000 Besucher in diesem Jahr", sagt der Betriebsleiter des Erlebnisbades Haßfurt, Udo Greich. Zum Vergleich: Im letzten Jahr besuchten insgesamt 55 000 Menschen die Schwimmbecken am Großen Anger.

Auch das Eltmanner Freibad merkt "eine deutliche Steigerung", wie der Schwimmeister Benjamin Heber weiß. Das liege vor allem an dem Freibadwetter. "Das ist für die Stadt und das Schwimmbad natürlich klasse", sagt der Bademeister. Denn es klingelt in den Eintrittskassen. "Wir haben schon jetzt das eingenommen, was wir im gesamten letzten Jahr hatten", sagt Heber.

Im Freibad in Ebern freut man sich über "doppelt so viele Besucher, wie an normalen Tagen", erklärt hier Schwimmmeister Klaus Hanke. Letzten Donnerstag betrat der 50 000. Gast das Freibad am Losberg. 44 000 seien es im gesamten letzten Jahr gewesen.


Um ein Drittel gestiegen

Normal habe das Kraisdorfer Freibad zwischen 60 und 70 Besucher pro Sonnentag. In diesem Sommer "gibt es mehrere Tage mit 97 oder 93 Gästen", sagt der Kraisdorfer Bademeister Andreas Jost. Er fasst die letzten Wochen kompakt zusammen: "Es ist gut was los."

Mit 1000 bis 1600 Gästen pro Tag zählt das auch für das Hofheimer Allianzbad. Vergleichszahlen konnte der leitende Schwimmmeister in Hofheim, Andreas Zapf, nicht nennen. Dennoch seien es an den heißen Tagen mehr Besucher.

Viele Besucher bedeuten, dass mehr Personal eingesetzt werden muss. "Normal reicht eine Aufsicht, nur wenn viel los ist, sind wir zu zweit. Also wie in den letzten Tagen", sagt Eltmanns Schwimmmeister Heber.

Doch bei dem Ansturm genügt das eigene Personal nicht immer. In Ebern "war in den letzten Tagen das DLRG dabei. Die können meistens auch kurzfristig einspringen", erklärt Hanke. Auch Hofheim greift auf "die Wasserwacht" zurück, wie Zapf bestätigt. Und in Haßfurt "unterstützt uns die Wasserwacht am Wochenende und an Feiertagen", erklärt Greich.


Viel Arbeit für Bademeister

Und das eingesetzte Personal hat in diesem Sommer mancherorts auch einiges zu tun. "Für uns Schwimmmeister gibt es viel Arbeit", sagt der Eltmanner Benjamin Heber.

Er und sein Team müssen sich neben der eigentlichen Tätigkeit: Sicherheit der Badegäste, auch um einige andere Tätigkeiten kümmern. "Vom Rasenmähen bis zum Müll aufsammeln, ist alles dabei", erklärt er. Kleinere Verletzungen zu versorgen, ist im Freibad Alltag für die Bademeister. In diesem Jahr kommen jedoch besonders viele Wespenstiche hinzu, sagt der Bademeister Hanke: "Mindestens zehn Stiche pro Tag müssen wir versorgen." Das sei in diesem Sommer besonders auffällig.


Familien kommen häufiger

Neben den Wespenstichen kommt in Haßfurt noch eine andere gestiegene Arbeit hinzu. "Wir haben deutlich mehr zu tun; gerade bei der Reinigung", erklärt Greich.

Erfreulich ist, dass in Eltmann und in Ebern viele Familien das Bad besuchen. "Wir sind ein familiäres Freibad", sagt der Eltmanner Bademeister Heber. In Ebern "ist der Verkauf der Familienkarte um 100 Prozent gestiegen", sagt Hanke. Im letzten Jahr seien es 200 Karten gewesen, wohingegen heuer schon 400 verkauft wurden. "Es ist eine super Saison", fasst Hanke zusammen.