Der Zeitplan ist komplex, viele andere Maßnahmen gilt es darauf abzustimmen, wie etwa die Erweiterung der Realschule.
 
Termin für Spatenstich

Ein Termin steht aber doch schon fest: Der "symbolische" Spatenstich für den Hallenbad-Neubau erfolgt am 29. April, dem vorletzten Arbeitstag von Landrats Rudolf Handwerker und Bürgermeister Robert Herrmann (beide CSU), wie der Sprecher des Landratsamtes, Oberregierungsrat Thomas Albert, unserer Zeitung auf Anfrage mitteilte.

Dem künftigen Hallenbad weichen muss das DFB-Kunstrasen-Minispielfeld. "Das wird abgebaut und für einige Zeit im Bauhof eingelagert, weil der gesamte Bereich für die Baustelleneinrichtung benötigt wird", hat Eberns Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) auch im Zusammenhang mit der Realschulerweiterung verkündet.

Für diese Maßnahme sucht das Landratsamt derzeit einen geeigneten Architekten. "Die Ausschreibung ist erfolgt und die Entscheidung soll Ende April erfolgen", informierte Thomas Albert.

Und das nächste Projekt? Der Mensa-Bau zwischen Real- und Grundschule, den sowohl der Landrat wie auch der Bürgermeister beim letzten Besuch in der Realschule schneller als gedacht kommen sahen? "Da ist noch nichts absehbar", dämpft Albert allzu forsche Erwartungen. "Da sind gerade mal in der Entwurfsphase und die Planungen müssen noch zwischen Stadt und Landkreis abgestimmt werden."

Problem für Wohnmobilisten

Es dauert also noch. Ein Problem, das auch Günter Dietz, den Vorsitzender der Tourismus- und Werbegemeinschaft (TWG), umtreibt. "Bis zu drei Jahre Baulärm", fürchtet er, wie er bei einer Versammlung am Montag sagte.

"Und das könnte unsere Wohnmobilgäste abschrecken", die im vergangenen Jahr auf dem unmittelbar angrenzenden Stellplatz für ein Rekordergebnis sorgten. "Der Wohnmobilstellplatz entwickelt sich allmählich zu einer Einnahmequelle", so Dietz.

Mit dem Abtrag des Bahndammes sei das Flair des Platzes verloren gegangen, monierten einige TWG-Mitglieder. "Das ist jetzt alles zu weitläufig und man schaut ja bis zum Krankenhaus durch."

Und auf die Schulen: Und von dorther fürchten die Geschäftsleute weiteres Ungemach für die Wohnmobilisten. "Das Geschrei in den Pausen ist doch jetzt bestimmt viel lauter." Günter Dietz beruhigte: "Das Pausentreiben war auch mit dem Bahndamm zu hören und es hat nie eine Beschwerde gegeben. Meine größere Sorge gilt wirklich dem Baulärm."

Holzzaun auf 50 Metern

Deswegen solle an der Stelle ein Holzzaun aufgebaut werden, weswegen schon ein Ortstermin mit Bauamtsleiter Martin Lang stattgefunden habe. So ein Sichtschutz war bei der Umgestaltung des Planes zu Beginn schon vorgesehen gewesen, zwischenzeitlich aber gestrichen und lediglich durch eine Begrünung ersetzt worden.

Dietz hofft aber, dass der Zaun nun doch auf voller Länge (rund 50 Meter) kommt. "Und das muss bis Ende März passiert sein, denn wenn die ersten Wohnmobilisten kommen, spricht sich das schnell herum, dass sie ihre Fahrzeuge neben einer Baustelle abstellen sollen - und dann sind die Gäste auf Jahre verloren!", forderten mehrere TWG-Mitglieder.