Viel Musik und wenig Reden kündigte Franz Pohley, Vorsitzender der Blaskapelle Gereuth, an. 23 Liedbeiträge bekamen dann im vollbesetzten Reisenweber-Saal reichlich Beifall. Zu Gast hatte der Klangkörper aus Gereuth seinen Patenverein, die Jugendblaskapelle Unterpreppach. Beide Kapellen boten ein beschwingtes und anspruchsvolles Programm.

Franz Pohley dankte Dieter Reisenweber, der den Saal für die Veranstaltung zur Verfügung stellte. "Ich freue mich, dass wir vor so einem großen Publikum spielen dürfen." Stolz zeigte sich Pohley, die Flötengruppe der Gereuther Blaskapelle unter Leitung von Gabi Pohley, ansagen zu können. Mit den Liedern "Sehnsucht nach dem Frühling" und dem Kinderlied "Summ, summ, summ" wurde das Konzert durch die fünf flötenspielenden Kindern eröffnet.

Witzig wie die Muppets

Die Jugendblaskapelle Unterpreppach unter Leitung von Stefan Groh stimmte mit "The Muppet Show Theme" auf das Konzert ein, bevor Bürgermeister Helmut Dietz sprach. "Zum Frühlingsanfang ist es immer wieder schön, wenn die Gereuther Blaskapelle mit ihrem Dirigenten Ernst Grimmer zum Frühlingskonzert einlädt", sagte der Bürgermeister. Ihn freuten die vielen jungen Menschen in den Reihen der Kapellen. "Es ist wichtig, dass die Kapellen die Jugend zum Musikspielen animieren" schloss Dietz. Manfred Weingold von der Jugendblaskapelle Unterpreppach begrüßte im Namen des Klangkörpers und führte durch das breite Repertoire der Kapelle. "Ich hoffe, wir werden mit unseren Stücken ihren Musikgeschmack treffen", sagte Weingold.

Eines seiner erfolgreichsten Stücke ist zweifelsohne der "Kaiserin-Sissi-Marsch", den die Gäste von der Jugendblaskapelle zu hören bekamen. Die Komposition "Vita pro Musica", auf Deutsch "Ein Leben für die Musik", entstand im Winter 2015 zum Anlass des 60. Geburtstags von Ernst Oestreicher und wurde von der Jugendblaskapelle hervorragend dargeboten. Die jungen Musiker spielten auch "Wo die Wolga fließt", oder die "Heublumenpolka", die eigens für die Schönegger Almmusikanten uraufgeführt wurde. Auch der Marsch "Allgäuland" gelang wunderbar.

Strammes Intro

Nach einer Pause war die gastgebende Blaskapelle Gereuth an der Reihe. 13 Stücke hatten die Musiker eingeübt. Los ging es mit dem deutschen Militärmarsch "Zum Städtel hinaus", dann kamen "Spiritual Moments" und ein "Flügelhornzauber". "Tenorhornsterne" und das Ensemblespiel "The Little Negro" ließen aufhören. Mit "Frank Sinatra in Concert" gab es Gelegenheit zum Träumen. Mit "Love can build a bridge" und dem Marsch "El Picador" erinnerte das Orchester an die Welterfolge von Ernst Mosch. Ohne Zugaben kamen die Musiker am Ende nicht von der Bühne.