Ein erschreckendes Bild bot sich der Polizei, als sie den Unfallort erreichte: In fünf Metern Tiefe rechts neben der Fahrbahn der Bundesstraße B303 auf Höhe Altenstein lag in Fahrtrichtung Schweinfurt ein stark demolierter Wagen am Waldrand. Fahrzeugteile waren mehrere Meter im Umkreis verstreut. Das Heck des Autos war stark gequetscht, den Bass-Lautsprecher hatte es herausgerissen. Der Anblick des Trümmerfeldes suggerierte, dass das für den Unfallfahrer nicht gut ausgegangen ist.

Platzwunde und Schleudertrauma

Stattdessen war der 22-jährige Mann, der am Steuer des am Dienstagnachmittag verunglückten BMW gesessen hatte, ansprechbar und nur leicht verletzt. Die Polizei berichtete von einer Platzwunde am Kopf und einem Schleudertrauma. Der junge Fahrer wurde zunächst von einer Unfallzeugin erstversorgt und später von Rettungssanitätern ins Krankenhaus nach Ebern gebracht.

Wie die Polizisten am Unfallort mitteilten, hatte der Mann aus dem Landkreis Haßberge "riesiges Glück", dass es am Ende so glimpflich ausging. Denn bei seiner Schleudertour mit anschließenden Überschlägen traf der Wagen auf kein schweres Hindernis, wie etwa einen Baum, und landete nach dem Fünf-Meter-Sturzflug nicht auf dem Dach. In einem solchen Fall, erklärte ein Polizist, sei mit schwersten oder tödlichen Verletzungen zu rechnen.

Kontrolle komplett verloren

Zum Unfallhergang: Laut Polizei war der Wagen mit "nicht angepasster Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn" im Auslauf einer Rechtskurve ins Schleudern geraten. Zunächst schleuderte das Fahrzeug auf der gesamten Fahrbahnbreite entlang und stieß dann auf einen Wasserdurchlass am Straßenrand. Wie die Polizei erklärte, wurde der BMW dadurch zur Seite gedrückt und in die Luft katapultiert.

Das Auto überschlug sich mehrfach, als es die fünf Meter tiefe Böschung hinabstürzte, und kam nach etwa 50 Metern zum Stillstand. An dem Fahrzeug entstand Totalschaden, der Restwert des BMW betrug nach den Schätzungen der Polizei rund 3000 Euro.