Kurz nach 01:00 Uhr war der Notruf bei der Integrierten Leitstelle über den in Bischofsheim eingegangen. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte standen eine Stallung und ein unbewohntes Nebengebäude bereits lichterloh in Flammen. Die Freiwilligen Feuerwehren aus allen umliegenden Ortschaften haben verhindern können, dass der Brand auf das zugehörige Wohnhaus übergreifen konnte. Auch die fünf Anwohner, die sich im Wohnanwesen aufgehalten haben, konnten sich unverletzt ins Freie retten.

In der Stallung waren 400 Ferkel und über 200 Mutterschweine untergebracht, die alle zu Tode kamen. Den Gesamtschaden an den komplett heruntergebrannten Gebäuden schätzt die Polizei auf rund 1,5 Millionen Euro. Bis in die Morgenstunden waren die Feuerwehrmänner mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Keine Hinweise auf Brandstiftung

Die genaue Brandursache ist bisher unklar. "Aufgrund des hohen Zerstörungsgrades ist die Suche nach Hinweisen für die Brandermittler sehr schwierig", sagte ein Polizeisprecher. Fremdverschulden könne jedoch ausgeschlossen werden. "Wir haben bislang keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gefunden." Noch in der Nacht hat der Kriminaldauerdienst die ersten Ermittlungen aufgenommen, die jetzt am Vormittag von den Brandfahndern fortgeführt werden.

Nach Angaben des Würzburger Fachzentrums für Schweinezucht und -haltung gibt es in Bayern mehr als 2700 Ferkelzüchter, ungefähr 700 davon in Unterfranken. Die Ferkelerzeuger im Freistaat haben durchschnittlich 88 Mutterschweine in ihren Stallungen. Der Familienbetrieb in Zeil am Main gehörte zu den größeren Schweinezuchtanlagen. la/dpa