Ersteigert haben die einstige Traditionsgaststätte im Namen im einer bislang nicht näher bekannten Firma zwei Geschäftsleute aus einer Nachbarortschaft für eine Summe von 99 500 Euro. Den Verkehrswert des Anwesens hatte der vom Gericht bestellte Gutachter auf 280 000 Euro taxiert.

Das Versteigerungsverfahren läuft seit Oktober 2014. Der Vorbesitzer hatte erhebliche Schulden bei einem Geldinstitut aus dem Landkreis hinterlassen und sich selbst nach Übersee abgesetzt. Zuvor hatte der gelernte Koch versucht, in dem Bergdorf, das als Luftkurort staatlich anerkannt ist, eine gehobene Küche zu etablieren, war damit aber gescheitert.

Die neuen Eigentümer der Vermietungsgesellschaft haben eigenen Aussagen zufolge noch keine konkreten Pläne für das Objekt. "Gastronomie eher nicht, es geht mehr in Richtung Übernachtungsmöglichkeiten", ließ sich ein Sprecher entlocken.

Als geringstes Gebot hatte Rechtspfleger Battert für den vierten Versteigerungstermin knapp 19 000 Euro errechnet. Das erste Angebot der Vertreter der Vermietungsgesellschaft lag bei 50 000 Euro.

In einer Pause hatten sie nach Beratungen mit den Vertretern der Bank ihr eigenes Angebot auf 99 500 Euro erhöht, weil sonst der Zuschlag möglicherweise verweigert worden wäre. Zumindest hellten sich die Mienen der Bankvertreter erkennbar auf, als diese Summe genannt wurde, während ein weiterer Interessent spontan den Gerichtssaal verließ..