Der ESC Haßfurt hat seinen Torhunger erneut unter Beweis gestellt und seine Tabellenführung in der Landesliga, Gruppe 1, verteidigt. Beim EV Dingolfing brachten aber erst zwei Treffer im Schlussdrittel die Wende zum 7:6-Erfolg. EV Dingolfing - ESC Haßfurt 6:7 (2:2, 4:3, 0:2) Ist die Verzahnungsrunde vorzeitig erreicht? "Ich glaube nicht, dass uns noch viel passieren kann", gibt sich ESC-Trainer Martin Reichert optimistisch. 36 Punkte haben die Haßfurter auf dem Konto, vier Spiele stehen noch an. "Zumindest der fünfte Platz sollte uns nicht mehr zu nehmen sein."

Doch ehe sich der Trainer der Kreisstädter nach dem fünften "Dreier" und dem zweiten Sechs-Punkte-Wochenende in Folge mit einem Lächeln und "sehr zufrieden" in den Mannschaftsbus in Richtung fränkische Heimat setzte, musste er um den Sieg gehörig zittern. Schließlich hatten die Isar Rats um ihre Chance gekämpft, ebenfalls den Sprung in die Top 5 zu schaffen, und Haßfurt einen intensiven Schlagabtausch geliefert. Doch der Spitzenreiter ließ sich trotz zahlreicher angeschlagener Akteure sowie verletzungs-, krankheits- und berufsbedingter Ausfälle nicht den Schneid abkaufen. Auch nicht durch eine "Strafzeiten-Arie", wie Reichert die vielen Zweiminutenstrafen - zehn davon gegen die Hawks - bezeichnete.

"Das war Kampf pur. Da gewinnst du keinen Schönheitspreis", stellte der Coach fest. "Wir haben uns gesagt: Wenn ihr so hart spielt, halten wir das trotzdem aus und spielen bis zum Ende durch. Das war eine tolle Leistung der Mannschaft."

Kapitän mit erstem Saisontreffer

Auf dem Eis ging es hin und her. Zwar erzielten Jakub Sramek (2.; 23. und 29.) sowie sein tschechischer Landsmann Jan Trübenkr (10. und 33.) bis zur zweiten Drittelpause fünf Treffer für die Gäste. Weil die Dingolfinger ESC-Schlussmann Timo Jung (Martin Hildenbrand war privat verhindert) aber sechs Mal das Nachsehen gaben, lagen die Haßfurter nach 40 Minuten knapp zurück.

Mit seinem ersten Pflichtspieltreffer sorgte Kapitän Christian Dietrich im Schlussabschnitt für die aufopferungsvoll kämpfenden Hawks für den 6:6-Ausgleich (44.). "Super, dass Didi heute endlich sein erstes Tor erzielt hat", gab es ein Sonderlob vom Trainer für den Kapitän. Auf Zuspiel von Trübenekr erzielte fünf Minuten später Michal Babkovic die Führung zum 7:6 (49.), die bis zum Ende Bestand hatte. "Wir mussten das Spiel gewinnen - und das haben wir gemacht", sagte der "mehr als glückliche" ESC-Trainer, der sich zudem darüber freute, dass die zwischenzeitliche 1:2-Führung durch Trübenekr der bereits 100. Saisontreffer der Hawks im 16. Pflichtspiel war.

Nun können die Haßfurter ein wenig durchschnaufen und hoffen, dass sich das Lazarett lichtet. An den kommenden Wochenenden steht jeweils nur eine Partie an. Am Sonntag geht es zu SE Freising. Die Oberbayern stehen auf Platz 3.

Tore für Haßfurt: 0:1 (2.) Sramek (Hora), 1:2 (10.) Trübenekr (Babkovic), 2:3 (23.) Sramek (Kurz), 4:4 (29.) Sramek (Trübenekr), 4:5 (33.) Trübenekr (Breyer, Sramek), 6:6 (44.) Dietrich (Babkovic, Breyer), 6:7 (49.) Babkovic (Trübenekr) / Zuschauer: 200 / Strafminuten: Di ngolfing 28 / Haßfurt 20.