Nach eineinhalb Stunden war die erste Duftmarke der Saison gesetzt. Eltmann hatte zum ersten Mal drei Punkte eingefahren und die Favoritenrolle in der Liga bestätigt. Dass das Ziel Zweite Liga durchaus realistisch gesteckt sein könnte, bewies die Mannschaft gleich in ihrer ersten Partie.

Drei Punkte gibt es seit dieser Saison bei einem 3:0- oder 3:1-Erfolg. Bei einem 3:2 erhält der Sieger zwei, der Verlierer des Tiebreaks immerhin noch einen Punkt. Diese Regel, die international schon viele Jahre Anwendung findet, soll nun auch in Deutschland für noch mehr Spannung in den Ligen sorgen.

Die neuen Leute zeigen ihre Qualitäten

Neuzugang Marko Henke stand genauso in der VCE-Startformation wie der seit dieser Saison fest in der Ersten Mannschaft spielende junge Eltmanner Jakob Weiß. Henke auf Außen und vor allem Jakob Weiß, der in den vergangenen Jahren als Leistungsträger noch die Zweite Mannschaft geführt hatte, zeigten, dass sie dem Team noch mehr Qualität verleihen. So konnte sich Spielertrainer Heriberto Quero den Luxus erlauben, sich selbst und Kapitän Jens Werner, der noch etwas Trainingsrückstand aufzuholen hat, auf der Bank zu belassen. Von Beginn an ließ Eltmann keinen Zweifel daran aufkommen, wer als Sieger das Feld in der gut besuchten Georg-Schäfer-Halle verlassen würde.

Zwei ganz souveräne Sätze

Coach Quero musste in den ersten beiden Durchgängen kaum reagieren, nahm keine Auszeit und sah zwei souveräne Satzerfolge (25:17, 25:18) für seine Mannen. Ein starkes Aufschlagspiel, tolle Feldverteidigung um Libero Maximilian Kolbe und immer wieder der starke Jakob Weiß waren die Garanten für diese 2:0-Führung. Zuspieler Kai Naumann präsentierte sich ebenfalls in Topform.

Im dritten Satz zeigte sich der Gast aus Sachen dann deutlich verbessert, machte kaum noch Eigenfehler, schlug stark auf und stellte Eltmann somit zum ersten Mal in der Partie vor einige Probleme. Die erste Auszeit nahm Quero beim Stand von 3:7, die zweite bei 16:20. Die Wallburgstädter waren beim Stand von 23:24 kurz davor, den Satz noch zu drehen. Dresden jedoch verwandelte gleich den ersten Satzball zum 25:23.

Im vierten Durchgang geht alles ganz schnell

Wer nun dachte, dass der VCE sich den Sieg noch einmal streitig machen lassen würde, wurde schnell eines Besseren belehrt. Eindrucksvoll zeigte die Mannschaft, wer Herr im Hause ist, und fertigte Dresden in einer Viertelstunde mit 25:12 ab. Für eine tolle Aufschlagserie sorgte Kai Naumann, der neun Angaben am Stück machte. "Das war beeindruckend. Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir heute die Punkte holen, aber in diesem Satz haben wir wirklich nahezu perfekt gespielt", resümierte Quero nach der Partie und hofft auch in den kommenden Partien auf solche Leistungen.