Michael Walter übernahm im VLS die Position des Haßfurters Walter Moritz, als dieser in den Verbandslehrstab berufen wurde, und fungiert als Ansprechpartner für die Lehrwarte in Bayern. Zudem teilt er Unparteiische und Beobachter für verschiedene Spielklassen ein. Walter hielt vor den rund 80 Schiedsrichtern ein Referat mit drei Themenschwerpunkten: Leistungsstand der unterfränkischen Schiedsrichter, Herausforderungen in der laufenden Saison und Ausblick in die Zukunft. Im Spitzenbereich des DFB sei Unterfranken mit den vier Aushängeschildern Peter Sippel, Benny Brand, Steffen Mix und Thomas Stein gut vertreten, wie auch in der Regionalliga Bayern mit Johannes Hartmeier, Simon Marx und Michael Wander. Allerdings sei zu beachten, dass immer wieder talentierte Schiedsrichter nachrücken müssten.

In Bezug auf die Bayernliga stellte er heraus, dass es sehr schade sei, dass Unterfranken einen Platz für die nächste Saison verliert (Mirko Scheuplein scheidet zum Ende der Runde aus). Hier pfeift unter anderem Marcel Geuß (Sylbach). Die Landesliga bezeichnete er als "Großbaustelle". Aktuell sind 16 unterfränkische Schiedsrichter in dieser Spielklasse im Einsatz, jedoch fallen zwei Plätze aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen weg, und Kerstin Nußbaum (Trossenfurt) wird aufgrund ihrer DFB-Tätigkeit auf der Frauenliste des Verbandes geführt.

Bezirksliga als Sprungbrett

Ziel des Bezirkes Unterfranken muss es sein, adäquate Kandidaten zu finden, um die gewünschte Sollstärke von 15 bis 16 Schiedsrichtern wieder zu erreichen. Für junge Talente stelle die Bezirksliga das Sprungbrett zum Verband dar. Aus diesem Grund hat der Bezirks-Schiedsrichterausschuss drei Stützpunktlehrgänge eingeführt, über die sich die Kandidaten für die Bezirksligaqualifikation in der Kreisliga präsentieren müssen. Die Schiedsrichtergruppe Haßberge hat im Moment zwei Schiedsrichter in der Bezirksligaqualifikation, nämlich Udo Kessemeier aus Stettfeld und Christian Grieninger aus Wülflingen. Für den Bezirksligaanwärterlehrgang haben sich drei Nachwuchsschiedsrichter qualifiziert: Kristin Dünninger aus Mechenried, Mareike Köberle aus Manau (Hofheim) und Lukas Halpfer aus Zeil.

Gerade in der Schiedsrichtergruppe Haßberge könne man an der jungen Vorstandsmannschaft sehen, dass es den Schiedsrichtern nicht an Engagement und Interesse fehle. Als einen weiteren wichtigen Punkt nannte Walter die Betreuung der Schiedsrichterneulinge sowie die Gewinnung und vor allem den Erhalt der Unparteiischen.
Im Anschluss nahm sich Michael Walter noch Zeit, auf die Fragen der Zuhörer einzugehen. Obmann Josef Raab bedankte sich im Namen der Gruppe und überreichte in Präsent.

Obmann Raab fordert Verständnis für die Neulinge ein

Passend zum Thema "Schiedsrichter-Neulinge" wurde auch der Neulingslehrgang der Gruppe Haßberge von sieben Anwärtern erfolgreich beendet. Die sind Leunick Brantner (FC Kleinsteinach), Florian Halpfer (FSV Krum), Markus Geyer (SV Friesenhausen), Fabian Schnapp (1. FC Haßfurt), Lukas Rambacher (TSV Prappach), Kevin Seidlitz (TSV Knetzgau) und Günter Hartmann Günter (TSV Kirchaich).

Josef Raab appellierte an die Vereine, Verständnis und Nachsicht bei den ersten "Gehversuchen" der Schiedsrichter zu haben. "Aufgrund der Tatsache, dass alle Vereine ihre Spiele mit Unparteiischen besetzt haben möchten, sollten sie sich auch dementsprechend fair und rücksichtsvoll verhalten", erklärte der Obmann.