Mit einer einwandfreien Organisation, einem großzügigen Rallyezentrum mit kurzen Wegen und abwechslungsreichen Wertungsprüfungen, die mit schnellen Asphaltanteilen und traumhaften Schotterabschnitten durchweg großes Lob ernteten, trafen die Organisatoren bei Teilnehmern und Zuschauern "voll ins Schwarze". Viele der Teilnehmer blieben über das gesamte Wochenende, so dass die Hotels und Pensionen ausgebucht waren, auch viele Geschäfte und Restaurants vermeldeten großen Zulauf.


Spannender Kampf um die Plätze



Bei traumhaftem Sommerwetter starteten die Teilnehmer pünktlich ab 12.30 Uhr vom Gelände der Firma FTE zu den sechs Wertungsprüfungen in der wunderschönen Landschaft der Haßberge. Das Mitsubishi-Duo Rudolf Reindl (Lohkirchen) und Michael Ehrle (Schmalkalden) feierte auf einem mattschwarzen Mitsubishi Lancer einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Dahinter entbrannte ein spannender Vierkampf: Fritz Köhler im knallgelben BMW M3, Rainer Noller in einem weiteren Mitsubishi, Porsche-Pilot Nicolas Hässler und der mehrfache bayerische Rallyemeister Reinhard Honke (Ford Escort) kämpften um jede Sekunde. Bereits auf der Zufahrt zur Wertungsprüfung (WP) 4 klagte Rainer Noller über Aussetzer, woraufhin er sein Fahrzeug mit Sorge vor einem größeren Schaden abstellte.

Nicolas Hässler rückte mit einer Bestzeit in WP 4 und einer deutlich schnelleren Zeit auf der "Schotterprüfung" dem BMW auf die Pelle, doch Fritz Köhler konterte mit der Bestzeit in WP 6, was ihm den zweiten Gesamtrang sicherte. Nicolas Hässler setzte sich als Dritter mit 1,8 Sekunden Vorsprung gegen Reinhard Honke durch.
Auf den folgenden Rängen liefen Michael Rausch (Opel Ascona B) und Werner Mühl im BMW Compact ein. In der Klasse H14 lag Bernd Michel im Opel Astra vor Andreas Gücker im Opel Ascona B. Dominik Honke versuchte mit hohem Einsatz, die Nachteile seines älteren Ford Sierra Cosworth zu kompensieren, was ihm mit einem achtbaren achten Gesamtrang auch gelang. Alexander Kopp gewann im Peugeot 206 RC die Klasse F8 vor Markus Müller im BMW 318is und Max Schmid im Peugeot 306. In der F3 bestieg Nikolai Stiefel vor Peter Wald und Dominik Dinkel vom AMC Coburg (alle BMW) das oberste Podest.

Die seriennahe Gruppe G dominierte Mark Schindler im Subaru vor Marcus Ortmann im Mitsubishi und Wilfried Fränzke (Subaru). In der Kategorie CTC (Classic Touring-Cars) gewann Sven Hochwimmer im Opel Astra vor Rainer Fischer (BMW 2002ti) und dem Opel Manta von Stefan Böhm.


Harter Kampf bei den "Kleinen"



Aber auch in den kleinen Klassen wurde kräftig um jede Zehntelsekunde gestritten. In der F9/F10 hielt sich Heiko Nix im Honda Civic mit 3,3 Sekunden vor dem VW Polo von Jörg Weigert (MSC Scheßlitz). Wolfgang Wittmann triumphierte im Ford Escort Twincam mit 3,1 Sekunden Vorsprung auf Axel Hielscher im VW Scirocco. In der Gruppe G 19 setzte sich Pascal Schenek (BMW) gegen Björn Frey (VW Golf) und Michael Pfister im Alfa durch.
Die Teilnehmer des AC Ebern kamen mit unterschiedlichen Ergebnissen ins Ziel. Die Brüder Florian und Tobias Just belegten Rang 38 mit ihrem VW Golf, Maximilian Trunk und Ann-Kathrin Sperber landeten auf ihrem VW Polo einen Platz dahinter. Die beiden "Einsteiger-Teams" Michael Müller und Rene Werner auf VW Golf und Sascha Reif mit Daniel Meißner landeten im hinteren Drittel der Ergebnisliste.


Genauigkeit war bei den historischen Fahrzeugen gefragt



Neben der Bestzeitwertung gab es nunmehr zum sechsten Mal eine Sollzeitwertung für historische Rallyefahrzeuge. Hier gilt es, die Strecke in einer vorgegebenen Zeit auf die Zehntelsekunde genau zu absolvieren. Lothar Köhler und Ursula Glöde meisterten auf ihrem Opel Kadett C diese Aufgabe mit 1,4 Sekunden Abweichung am besten. Mit 0,2 Sekunden Abstand folgte Markus Semmler (Opel Ascona B) und weitere 0,5 Sekunden dahinter Frank Graul im BMW 318is, der nach einer längeren Rallyepause ein gelungenes Comeback feierte.

Als am Abend auch die Siegerehrung pünktlich startete, löste sich bei Arnold Genslein die Anspannung der letzten Wochen: "Ich danke allen freiwilligen Helfern, den Sponsoren und allen genehmigenden Behörden. Jedem Anwohner danke ich für sein Verständnis. Ohne diese Kooperation könnten wir unseren geliebten Sport nicht ausführen. Der große Zuspruch ermuntert uns, auch in der Zukunft an dieser Veranstaltung festzuhalten", sagte der Rallyeleiter strahlend während der Vergabe der Ehrenpreise.