Zwei Gründe dafür liegen auf der Hand. Zum einem hat der spiel- und konterstarke SV Erlenbach noch keines seiner vier Spiele verloren, und zum anderen ist der Personalmangel des FC Sand größer denn je.

Mit dem Null-Punkte-Start nach vier Partien hat vor Saisonbeginn im Sander Lager wahrscheinlich niemand gerechnet. Doch es gibt Gründe: Kurze Erholungspause, kurze Vorbereitungszeit, großes Verletzungspech und der Abgang einiger Leistungsträger. Man kann aber auch die Augen nicht davor verschließen, dass sich die Mannschaft trotz zuletzt guter Ansätze bisher noch nicht auf das höhere Tempo und die größere Spielstärke der neuen Klasse einstellen konnte. Hinzu kommen individuelle Fehler, die bestraft werden.

Nach den klaren Niederlagen gegen Großbardorf und Bayern Hof sah Trainer Bernd Eigner trotz der weiteren Niederlage gegen den SC Feucht bei seiner Mannschaft einen Fortschritt. Doch am Samstag beim VfB Eichstätt war für den FC Sand erneut nichts zu holen. Erst nach dem 0:2-Rückstand hatten die "Schwarz-Weißen" mehr entgegenzusetzen. Eigner: "Ab da konnten wir sehr gut mitspielen und beschäftigten sehr stark die Eichstätter Defensive. Leider ist uns nur der 2:1-Anschlusstreffer gelungen. Ein Punktgewinn für uns war möglich".

Der Gast ist noch ungeschlagen

Insgesamt will der Sander Trainer erkannt haben, dass sich seine Mannschaft wieder ein Stück näher an den ersten Sieg herangearbeitet hat. Am heutigen Mittwoch soll der Knoten platzen. Der Trainer weiß jedoch auch, dass seiner Mannschaft erneut ein sehr schweres Spiel bevorsteht. Der SV Erlenbach hat noch keines seiner vier Spiele verloren (zwei Siege, zwei Unentschieden) und rang zuletzt dem Meisterschafts-Mitfavoriten Großbardorf ein 1:1 ab. Eigner, der den heutigen Gegner bereits beobachtet hat, spricht von einem "harten Brocken. Sie haben schnelle brandgefährliche Angriffsspitzen, denen man nicht ins Messer laufen darf."

Der SV Erlenbach belegte in der vergangenen Saison den zehnten Rang. Die Gäste aus dem Aschaffenburger Raum haben sich mit insgesamt 14 Neuzugängen verstärkt. Darunter befinden sich so bekannte Namen wie Giulio Fiordellisi (vorher Viktoria Aschaffenburg), Damien Letellier (SV Haibach) und Karsten Luft (TSV Niederklingen/Württemberg).

Nun fehlen auch Florian Pickel und Christopher Gonnert

Der FC Sand geht dagegen personell auf dem Zahnfleisch. Nach Dominik Rippstein und Thorsten Schlereth fällt nun auch Florian Pickel mit einer Sehnenentzündung im Fuß wahrscheinlich für längere Zeit aus. Hinzu kommt der Ausfall des rotgesperrten Dominic Leim, und Christopher Gonnert befindet sich im Urlaub. Florian Gundelsheimer wird nach seiner achtwöchigen Verletzungspause vorerst einmal auf der Bank Platz nehmen. Beim der Eigner-Truppe herrscht also akuter Personalmangel.

Trotzdem und auch nach vier Niederlagen ist es zu früh, beim FC Sand die Köpfe hängen zu lassen. Ein Sieg, und der Aufsteiger wäre wieder bei den anderen Mannschaften dabei. Das wäre auch sehr wichtig für das Selbstvertrauen. Eigner ist sicher: "Die Moral unserer Spieler ist ungebrochen. Wir gehen mit der Hoffnung ins Spiel, dass uns der Befreiungsschlag gelingt."