Die TV-Premiere der Eltmanner Bundesliga-Volleyballer ist daneben gegangen. Der Tabellenletzte unterlag am Donnerstagabend bei den Powervolleys Düren (8.) mit 1:3.

Die Heitec Volleys starteten furios, konnten ihr Niveau aber nicht halten. Die Dürener dagegen steigerten sich im Laufe der Partie und siegten am Ende verdient. "Düren hat sich reingekämpft und war in der Abwehr an vielen Bällen dran. Besonders Sebastian Gevert und Egor Bogachev haben uns unsere Grenzen aufgezeigt", sagte Heitec-Trainer Marco Donat.

Eltmann startet gut

Der Eltmanner Start war vielversprechend. Nach einem zu langen Angriffsball der Dürener erstmals mit 5:4 in Front. Den knappen Vorsprung nahmen die Heitec Volleys mit in die erste technische Auszeit (8:7). Nach einem Aufstellungs- und einem Aufschlagfehler der Eltmanner glichen die Dürener aus (9:9). Doch das Donat-Team ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte fokussiert weiter. Mit gutem Block- und entschlossenem Angriffsspiel hielten die Eltmanner die Gastgeber in Schach.

Insbesondere Irfan Hamzagic zeigte sich im Angriff variabel. Nach dem vierten Aufschlagfehler der Dürener war Eltmann auch zur zweiten technischen Auszeit vorne (16:15). Beide Teams fanden im Laufe des Satzes immer mehr Sicherheit in der Annahme. Die Qualität im Aufschlag war dagegen noch nicht auf Bundesliganiveau. Beim Stand von 20:19 für Eltmann hatten die Dürener schon sechs Aufschlagfehler verzeichnet. Nach zwei Blockpunkten durch Mathäus Jurkovics und Irfan Hamzagic erarbeiteten sich die Heitec Volleys drei Punkte Vorsprung (23:20). Auch die nächsten zwei Zähler gingen an die Gäste, so dass der erste Satz mit 25:20 an das Donat-Team ging.

Düren nutzt seine starke Phase

Die Dürener starteten gut in den zweiten Durchgang (4:1). Die Dürener steigerten sich im Aufschlagsspiel, während die Heitec Volleys in der Annahme nachließen. Folglich verschaffte sich Düren ein Vier-Punkte-Polster (11:7). Bis zur zweiten technischen Auszeit gelang es den Eltmannern nicht, den Rückstand zu verkürzen (12:16). Die Dürener nutzten ihre starke Phase, um den Vorsprung auszubauen (22:16). Ein erfolgreicher Angriffsball von Philipp Schumann bescherte den Gastgebern fünf Satzbälle (24:19). Den zweiten verwerteten sie und holten sich mit 25:20 den Satzausgleich.

Die Eltmanner suchten zu Beginn des dritten Satzes weiter nach der Leichtigkeit aus dem ersten Durchgang. Die Unterfranken mussten mehr für ihre Punkte arbeiten, was auch an der Leistungssteigerung der Dürener lag. Fast schon folgerichtig lagen die Gastgeber zur technischen Auszeit mit 8:6 in Front. Die Powervolleys forcierten ihr druckvolles Aufschlagsspiel, worauf die Eltmanner keine passende Antwort fanden.

Bei den Heitec Volleys fehlt die Entschlossenheit

Den Heitec Volleys fehlte in dieser Phase die Entschlossenheit im Angriff. Bei den Dürenern klappte fast alles: Sie punkteten per Lob, per Ass und hatten Glück, dass die Schiedsrichter einen Netzfehler fälschlicherweise zu ihren Gunsten auslegten (19:12). Entscheidend war das nicht mehr, denn der Vorsprung der Powervolleys war groß genug. Ein Eltmanner Comeback war ausgeschlossen. Den zweiten Satzball verwerteten die Dürener zum 2:1.

Die Gastgeber hatten zu Beginn von Satz 4 sofort wieder ihren Rhythmus. Egor Bogachev versenkte drei Asse und bescherte den Dürenern früh einen Vorsprung (7:3). Die Heitec Volleys kämpften sich zunächst zurück und profitierten dabei auch von Nachlässigkeiten der Powervolleys (7:7). Die Antwort folgte: Eine schnelle 3:0-Serie nutzten die Dürener, um mit einer Führung im Rücken das Spiel zu gestalten. Mit gut vorgetragenen Angriffen behaupteten sie ihren Vorsprung (16:11, 20:16). Die Eltmanner steckten nicht auf, hielten dagegen, kamen aber nicht heran. Die Abwehrarbeit der Gäste war erstligareif, doch in der Annahme offenbarten sie Probleme. So war es ein Ass der Dürener, was die Partie beendete (25:18).

Statistik des Spiels

Powervolleys Düren - Heitec Volleys Eltmann 1:3 (20:25, 25:20, 25:18, 25:18) Düren: Bann (Libero) - Schumann, Maase, Kocian, Gervert, Burggräf, Broshog, Brand, Bogachev, Andrae.

Eltmann: Watanabe (Libero) - Antony, Hamzagic, Halanda, Jurkovics, Krüger, Peemüller, Peta, van der Ent, Prokopczuk.

Schiedsrichter: Markus Zyber (Essen), Sabine Witte (Dormagen). - Zuschauer: 700. - MPV-Gold: Egor Bogachev (Düren). - MVP-Silber: Carlos Antony (Eltmann).