Der große Tag rückt für den 1. SKK Gut Holz Zeil immer näher: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte bestreitet die 1. Mannschaft an diesem Samstag ein Spiel auf Bundesligaebene. Genauer gesagt geht es für die Mannschaft um Routinier Holger Jahn in der 2. Bundesliga nach Hessen zum KSC 1950 Hainstadt.

Der erste Spieltag hält damit gleich eine Fahrt ins Ungewisse bereit. Gänzlich unbekannt sind die Hessen für die Zeiler aber nicht: Ein Treffen mit Hainstadt gab es bereits - gemeinsam mit Zeil verwirklichte sich der KSC im April den Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord/ Mitte. Als Meister der Hessenliga qualifizierten sich die Haie für die Aufstiegsspiele im hessischen Goldbach. Nach zwei Partien landeten sie mit Ergebnissen von 3224 und 3330 Kegeln hinter den Zeilern (3270, 3331) und folgten dem 1. SKK in Liga 2.

Analyse kaum möglich

Durch die Tatsache, dass der KSC bisher in der Hessenliga weiter dem alten Spielsystem über 200 Wurf und ohne Punktewertung folgte, lässt sich der Gegner für die Zeiler Analytiker besonders schwer einschätzen.

Was ein Blick auf die abgelaufene Saison allerdings schnell offenbart, ist die Tatsache, dass Hainstadt über zwei Ausnahmeathleten verfügt: Mit Srecko Vidakovic und Thomas Sinnß stellte man die Plätze 1 und 3 der Rangliste der Hessenliga. Besonders der Heimschnitt lässt staunen. Mit 1017 (Vidakovic) bzw. 1039 (Sinnß) Kegeln glänzten beide als einzige Spieler mit einem Heimschnitt von über 1000 Kegeln in der Liga. Komplettiert wird die Mannschaft des KSC von Jürgen Götz (978 Heim), Thorsten Herzberger (963 Heim), Christopher Götz (996 Heim) und Denis Heinemann (945 Heim). Die Mannschaftsergebnisse zwischen 6144 und 5771 Holz lassen auch den Schluss auf eine bestens präparierte Bahnanlage zu.

Vorfreude und Anspannung

Im Zeiler Lager blickt man gespannt auf den Start in die Premierensaison. Nach den Testspielsiegen zu Hause gegen den Ohrdrufer KSV (5:3) und die SG Sonneberg (8:0) sowie dem rein unterfränkischen Turnier, als man hinter dem TSV Großbardorf und vor dem ESV Schweinfurt und dem SV Herschfeld den zweiten Platz belegte, geht die Mannschaft um Kapitän Olaf Pfaller optimistisch an die Aufgaben. "Es ist ein Traum, der für mich nun in Erfüllung geht. Lange musste ich auf diesen Augenblick warten, lange haben wir darauf hingearbeitet. Nun richten wir den Blick auf unser Saisonziel Klassenerhalt", sagt Holger Jahn: "In Hainstadt können wir befreit aufspielen. Der Druck liegt etwas mehr beim Heimteam. Wir werden alles in die Waagschale werfen. Vielleicht können wir an einem guten Tag einen Punkt entführen. Unsere wichtigen Punkte müssen wir in dieser Saison aber sicherlich zu Hause machen, um die Klasse halten zu können."

Personell ist alles beim Alten geblieben. Neben Pfaller lassen Jahn, Patrick Löhr, Bastian Hopp, Marco Endres, Oliver Faber, Marcus Werner die Kugeln rollen. Christian Kager greift außerdem wieder ein und wird den Kader komplettieren.