Es läuft die 86. Minute. Der Sander Shaban Rugovaj trifft in der Bayernliga Nord gegen die SpVgg Bayern Hof zum 4:0. Es ist sein dritter Treffer in diesem Spiel. Die Welt des FC Sand ist in Ordnung. Das war allerdings Ende September. Seitdem stand offensiv beim Team von Trainer Dieter Schlereth dreimal die Null. 0:2 in Eltersdorf, 0:2 gegen Vilzing, 0:1 in Großbardorf. Nun soll am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den TSV Abtswind die Trendwende eingeleitet werden.

Nach drei Spielen gegen Mannschaften, deren Ambitionen weitaus höher anzusiedeln sind als die der "Korbmacher", ist mit den Abtswindern ein Team zu Gast, das mehr die Kragenweite des FC hat. Vier Punkte Rückstand hat die Schlereth-Elf auf den TSV, der aktuell als 13. den letzten Nichtabstiegsplatz innehat. Ein Heimsieg ist quasi Pflicht, um im Kampf um den direkten Klassenerhalt dabeizubleiben. "Für uns gilt es, alles zu investieren, um als Sieger den Platz zu verlassen ", fordert daher der Sportliche Leiter des FC, Erich Barfuß.

Trainerwechsel zeigt Wirkung

Das Hinspiel gewannen die Sander durch einen Doppelpack von Shaban Rugovaj mit 2:0. Es war der erste Saisonsieg der "Korbmacher". Doch seitdem hat sich bei den Gästen einiges getan. Nach zwischenzeitlich elf Spielen ohne Sieg haben sich die Verantwortlichen in Abtswind von Trainer Mario Schindler getrennt.

Seit zwei Wochen hat Uwe Neunsinger das Sagen. "Seitdem haben sie wieder in die Spur gefunden und sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen geholt", weiß Barfuß. Mit einem 2:0 beim TSV Großbardorf und einem hart erkämpften 3:2 - nach 0:1-Rückstand - gegen Schlusslicht Viktoria Kahl machte sich der Trainerwechsel bezahlt. "Komischerweise sorgt ein Trainerwechsel im Fußball oft für einen neuen Schwung", sagt TSV-Mittelfeldspieler Adrian Dußler gegenüber fupa.net. Woran das genau liege, kann sich der 24-Jährige nicht genau erklären. Trotz der Siege hat Dußler in den vergangenen zwei Spielen aber keine Glanzleistung seines Teams gesehen.

"Wenn Großbardorf einen der beiden Elfmeter trifft, rennen wir mit zehn Mann einem Rückstand hinterher, dann gewinnen wir das normal nicht mehr. Und gegen Kahl hatten wir einen echt schlechten Tag und Glück, dass uns der Gegner dafür nicht bestraft hat", erklärt Dußler. Aus den zwei Spielen unter Neutrainer Neunsinger wollen die Abtswinder nun Selbstvertrauen ziehen, um in Sand nachlegen zu können. Nicht mithelfen wird der Ex-Sander Dominik Schmitt. Der 23-Jährige setzt seit mehreren Wochen mit Achillessehnenproblemen aus und wird wohl auch in Sand nur von der Seitenlinie beobachten können, was seine Teamkollegen machen.

Fast alle Mann an Bord

Den Sandern fehlen gegen Abtswind nur die Langzeitverletzten André Schmitt (Achillessehnenriss), Stefan Klemm (Muskel- und Sehnenriss im Oberschenkel) und Thomas Durst (Knieverletzung). Aufgebot: Geier, Zehe - Klauer, Thomann, D. Schlereth, Bechmann, Topuz, Steinmann, Karmann, Wagner, Rippstein, Wittchen, Moser, Zeiß, Hart, Tscherner, T. Schlereth, Rugovaj, Wieczorek, Markof, Gonnert.