Kurz vor Saisonbeginn gab es bei der SpVgg Stegaurach etwas Unruhe, denn nach dreijähriger Tätigkeit warf Spielertrainer Tobias Eichhorn kurzfristig das Handtuch und ist mittlerweile zum FC Coburg gewechselt. Auf die Mannschaft hatte dies kaum Auswirkung, denn unter dem Interimstrainer Bernd Oberst starteten die Stegauracher mit einem 2:1-Auswärtssieg im Derby beim SV Pettstadt und erspielten sich danach ein achtbares 0:0 gegen den Mitfavoriten TSV Abtswind. Zuletzt unterlag die SpVgg bei einem weiteren Spitzenteam, der DJK Bamberg, nach harter Gegenwehr nur knapp mit 2:3.

Den Gegner nicht unterschätzen

Diese Ergebnisse zeigen, dass sich der FC Sand auf einen sehr starken Gegner einstellen muss. Nach den knappen Erfolgen bei der FT Schweinfurt (1:0) und gegen den TSV Kleinrinderfeld (2:0) gilt es jedoch nachzulegen, um sich gleich zu Saisonbeginn eine gute Position in der Spitzengruppe zu sichern. "Stegaurach ist eine harte Nuss für uns, die es zu knacken gilt. Wir werden die Gastgeber nicht unterschätzen", sagt der Sander Trainer Bernd Eigner.

In den beiden Partien bisher zeigten die Sander sehr gute Ansätze. Besonders die Defensive überzeugte, die noch keinen Gegentreffer kassierte. Vorrangig auf eine konsequente Abwehrarbeit wird es auch in Stegaurach ankommen. Mit dem bisher zweifachen Torschützen Patrick Braun haben die Gastgeber einen brandgefährlichen Angreifer. Aus dem spielstarken Mittelfeld ragt besonders Spielmacher und Freistoßspezialist Bernd Oberst heraus. Auch über Christoph Rosenberger, der oft über die rechte Außenbahn nach vorne kommt, läuft sehr viel.

Konsequenter abschließen

Bernd Eigner kann mit dem bisherigen Auftreten seiner neu formierten Mannschaft zufrieden sein. "Verbesserungsmöglichkeiten gibt es aber immer wieder", so seine Devise, und die sieht er derzeit vor allen Dingen im konsequenten Torabschluss. "Wir erspielen uns gute Gelegenheiten, müssen die Dinger aber auch reinmachen. Erst dann zählen sie", sagt er. Er vertraut aber darauf, dass sich auf Dauer die Erfahrung und Top-Stürmerqualität von Peter Heyer, Thorsten Schlereth oder Sven Wieczorek durchsetzen werden.

Ob Thorsten Schlereth nach seiner Rippenprellung aus dem Schweinfurter Spiel in Stegaurach auflaufen kann, ist noch ungewiss. Gegen Kleinrinderfeld fehlten verletzungsbedingt auch Dominic Leim, Josef Pickel, Bernd Pankratz und Stefan Krines, ihr Einsatz ist auch diesmal nicht sicher. Doch kann der FC Sand sicher eine Mannschaft stellen, die das Zeug dazu hat, den erfolgreichen Weg mit sechs Punkten aus zwei Spielen fortzusetzen.
Für einen Erfolg des FC Sand spricht auch die Statistik. Von zehn bisherigen Aufeinandertreffen gewann er sechs. Je zweimal spielte man Unentschieden oder blieb die SpVgg Stegaurach Sieger. In der zurückliegenden Saison holte sich der FC Sand in Stegaurach mit 4:2 drei Punkte. Zuhause reichte es aber nur zu einem 2:2. Allein dieser Umstand zeigt, dass die Stegauracher Respekt verdienen.

Für die Heimelf geht es darum, frühzeitig Punkte zu sammeln, um nach der Neuausrichtung der Mannschaft das selbst gesteckte Saisonziel "Klassenerhalt" möglichst schnell zu erreichen. Angenehmer Nebeneffekt eines Sander Sieges wäre, dass die "Schwarz-Weißen" dann am Mittwoch durch einen weiteren Erfolg im Nachhol-Heimspiel gegen den TuS Frammersbach auf einen Spitzenplatz vorstoßen könnten.