Das Nachbarderby wurde wie erwartet von beiden Seiten mit technisch und taktisch gutem Fußball offensiv geführt. Die erste gute Möglichkeit hatten die Gastgeber bereits in der 3. Minute, als sich Thorsten Schlereth auf der linken Seite durchtankte, Jan Derra aber mit dem Kopf das leere Tor verfehlte.

Ansonsten waren die Bamberger in der ersten Viertelstunde die spielerisch leicht bessere Mannschaft. "Sie spielten mit zwei Stürmern und sehr offensiv, deshalb hieß es bei uns erst einmal absichern und abwarten", sagte Sands Trainer Erwin Albert. Die Sander Abwehr und der aufmerksame Torhüter Dominik Biemer standen gut.

Rinbergas nutzt Elfmeterchance aus

Nach dieser Anfangsphase nahmen die nach ihren zuletzt drei Siegen mit starkem Selbstvertrauen auftretenden Gastgeber mehr und mehr Heft des Handelns in die eigene Hand. Allerdings neutralisierten sich beide gut aufeinander eingestellten Mannschaften weitgehend im Mittelfeld, so dass es nicht allzu viele Strafraumszenen gab.

In der 30. Minute ließ Thorsten Schlereth mit einem seiner typischen Antritte einige Bamberger stehen. Sein Pass von der Grundlinie nach innen fand jedoch keinen Abnehmer. Zwei Minuten später setzte sich Schlereth erneut in Szene und drang selbst in den Strafraum ein. Zwei DJKler schafften es nicht, ihn zu stören. Als Torwart Horcher ihn zu Fall brachte, entschied der insgesamt gute Schiedsrichter auf Strafstoß. Daniel Rinbergas nutzte diesen zum 1:0.
Unmittelbar nach der Pause bewahrte eine Großtat von Stefan Nöthling, der als Innenverteidiger auch sonst eine sehr gute Partie spielte, die Hausherren vor dem Ausgleich. Gästespieler Dominik Schütz hatte den weit aus seinem Kasten herausgelaufenen Sander Schlussmann Biemer mit einen schönen Heber überlistet. Viele der Zuschauer sahen den Ball bereits im Netz, doch Nöthling schlug das Leder noch von der Torlinie.

Barth trifft nach tollem Solo

Mit druckvollem Spiel versuchten die Gäste auch danach, den Rückstand aufzuholen. Doch Sand ließ sich nicht aus der Reserve locken, so dass die DJK-Angreifer keine Lücken fanden. "Wir hatten zu wenig Chancen, um etwas daraus zu machen" bestätigte auch Gästetrainer Gerd Schimmer nach dem Spiel.

Keine großartigen, aber immerhin einige Tormöglichkeiten besaßen dagegen die Gastgeber. Zum Teil wurden sie auch schön herausgespielt, nur fehlte eben der Vollstrecker. Dinis Ribeiro versuchte es in der 55. Minute von der Strafraumgrenze aus, traf aber einen halben Meter neben das Gästetor. Mit einer prächtigen Einzelleistung sorgte schließlich Dominik Barth, der in der für ihn ungewohnten Rolle als Außenverteidiger eine gute Partie ablieferte, für die Spielentscheidung. Auf der linken Außenbahn zog er über das halbe Feld auf und davon und schloss aus spitzem Winkel sehr überlegt zum 2:0 ab.

Trainer Albert lobt seine Mannschaft

Bis zum Schluss blieb es interessant, denn die DJK versuchte bis zum Abpfiff, eine Ergebniskorrektur herbeizuführen. Echte Torchancen gab es für die Wildensorger jedoch nicht. Die Heimelf spielte mit dem 2:0-Vorsprung im Rücken weiterhin locker auf. Nur der Sander Abschlussschwäche war es geschuldet, dass es am Ende beim 2:0 blieb. Trainer Erwin Albert sagte: "Meine Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gezeigt. Sie strahlte viel Selbstvertrauen aus und ließ in der gesamten Spielzeit nur eine einzige Torchance des Gegners zu. Insgesamt geht unser Sieg voll in Ordnung."