Mit einem 9:6-Auswärtserfolg verabschiedeten sich die Haßfurter Hawks am 11. März in die Sommerpause. 180 Tage später starten sie in die heiße Phase der Vorbereitung für die neue Landesligasaison, die am 7. Oktober beginnt. Die Fans dürfen sich dabei auf ein Derby freuen, wenn am Freitagabend Bayernligaaufsteiger EC Bad Kissingen um 19.30 Uhr zum ersten Test im Stadion Am Großen Anger gastiert. ESC Haßfurt - EC Bad Kissingen

Für ESC-Trainer Martin Reichert geht es keineswegs um eine Revanche für die herbe Klatsche beim letzten Heimauftritt, als die Wölfe mit ihrem alten und neuen Spielertrainer Mikhail Nemirowsky deutlich mit 9:3 die Oberhand behielten. Vordergründig sei vielmehr, "dass sich alle zeigen können. Jeder meiner Spieler kann zeigen, was er heuer bringen will. Und danach stelle ich die Mannschaft auf", betont der Sylbacher. Er hoffe vor allem für die vielen jungen Spieler im Kader, dass sie sich in den nächsten Wochen und Monaten weiterentwickeln. Nachdem bei den am vergangenen Samstag begonnenen täglichen Trainingseinheiten auch Jugendspieler mitwirken, könne es durchaus sein, dass "der ein oder andere" gegen Kissingen und in den weiteren Vorbereitungspartien mitwirken wird.

Reichert hofft derweil auf Verständnis, sollte der ein oder andere Spielzug noch nicht wie geplant klappen, wenngleich der bisherige Eindruck auf und auch neben dem Eis "sehr positiv" war. "Die Trainings waren in Ordnung. Aber die Jungs sind nach den ersten harten Einheiten sicher etwas geplättet. Mal schauen, wie es am Freitag läuft", will er das Ergebnis deshalb von vornherein nicht überbewerten. "Jetzt sollen erst einmal alle in den Spielrhythmus kommen. Ziel ist es, dass wir in vier Wochen alle 100-prozentig fit haben."

Verzichten muss Reichert definitiv auf Michal Babkovic, der wie im Vorjahr erst im Laufe des Monats zur Mannschaft stößt. Ebenso fehlt der noch privat verhinderte Georg Lang sowie möglicherweise Lucas-Andreas Thebus nach einer Erkrankung. Dennoch hofft er, mit vier Blöcken in die Begegnung gehen zu können.

In den vier Partien gegen die Kissinger in der vergangenen Saison sahen die Zuschauer insgesamt 52 Treffer. Für beste Unterhaltung zum Auftakt der Testspielreihe scheint gesorgt. Auch wenn sich das "Wolfsrudel" im Vergleich zur Vorsaison leicht verändert hat: Spektakulärster Neuzugang ist Torwart Benni Dirksen, der von den Schweinfurter Mighty Dogs an die Saale gewechselt ist. Vom Lokalrivalen sind zudem Jona Schneider, Jonas Manger sowie Kevin Marquardt gekommen. Weiterhin haben sich Jakub Revaj (Höchstadter EC), Semjon Bär und Anton Zimmer (beide "Crocodiles" Hamburg) dem Verein neu angeschlossen. Geblieben sind unter anderem Eugen Nold, Adrian Persch, Anton Seewald, Simon Eirenschmalz oder Marc Hemmerich.

Es wäre für die ESC-Fans ein erstes Ausrufezeichen, wenn der Landesligist den klassenhöheren Lokalrivalen schlagen würde. Ein ähnlicher Erfolg wie der knappe 7:6-Sieg zum Auftakt der Meisterrunde im Oktober 2017 wäre ein toller Anfang für die kommenden Wochen und Monate. Sicher auch für Haßfurts Bürgermeister Günther Werner, der die Partie zusammen mit vielen Stadträten anlässlich der Eröffnung des neuen VIP-Raumes besuchen will.

ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Jung - Hora, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Stahl, Thebus (?), Marx, Bates, Ankenbrand, Rambacher - Sramek, Franek, Breyer, Trübenekr, Kurz, Zösch, Dietrich, Kinereisch, Vollert, Stach, Hümmer