Während der Tabellenletzte der Bezirksliga Oberfranken West seinen Kader mit drei Landesligaspielern verstärkte, stand bei den Gästen aus Ebern erneut nur eine Minimalbesetzung "auf der Platte". Durch das Fehlen von Steffan, Dreßel, Hippeli, Kammer und Weiß kamen, wie in den letzten Wochen, einige Nachwuchsspieler zum Einsatz. Max Arndt gab dabei ein gutes Debüt in der "Ersten". Auch war Trainer Matthias Batzner verhindert, so dass das Coaching direkt auf dem Spielfeld von den erfahreneren Spielern um Thomas Müller übernommen wurde.

Der TV Ebern erwischte den besseren Start (3:1) und lag später beim 5:2 und 8:5 sogar mit drei Toren in Front. Der Abwehrverbund stand in einer 3:2:1-Formation einigermaßen sicher, und in der Offensive wurden einige schöne Angriffe unter anderem von Michael Eckstein auf Linksaußen und Thomas Müller aus dem Rückraum erfolgreich abgeschlossen. Dennoch kassierte der TVE mit dem 8:8 zum ersten Mal den Ausgleich, vor allem, weil die Deckung wiederholt ausgehebelt wurde. Nach Umstellung auf die defensivere 6:0-Abwehrformation nahm der Gast eine knappe, aber nicht unverdiente 10:9-Führung mit in die Kabinen.

Der TVE setzt sich nach der Pause etwas ab

Im zweiten Abschnitt war sofort den Willen der "Turner" zu erkennen, das letzte Auswärtsspiel der Saison trotz der ungünstigen Personaldecke zu gewinnen, und sie erzielten erneut eine Drei-Tore-Führung. Doch beim 16:15 lag erstmals der Gastgeber vorn. Nach dem 19:19 wirkte sich die Personallage beider Mannschaften endgültig zugunsten des Heimteams aus. Dem TV Ebern fehlten nun einfach die Kräfte, und Bad Rodach traf noch viermal.

Auch wenn die Moral auf Eberner Seite wieder stimmte, musste man auch anerkennen, dass es einfach schwierig ist, die engen Spiele für sich entscheiden, wenn das Lazarett größer ist als der vorhandene Kader. Dennoch wollen die Eberner nicht die Köpfe hängen lassen und mit ihrer tollen Einstellung versuchen, sich in den letzten beiden Heimspielen erfolgreich von ihrem Publikum zu verabschieden.