Gleich zum Auftakt werden Erinnerungen an große Eltmanner Volleyball-Zeiten wach, wenn der VC Eschenbacher Eltmann in seinem ersten Spiel der Volleyball-Zweitliga-saison am Samstag, 27. September, den GSVE Delitzsch erwartet. Beide Teams standen sich in der Bundesliga zuletzt am 28. Januar 2007 gegenüber. Damals gewannen die Eltmanner in Delitzsch mit 3:2, einen Sieg wünschen sie sich auch diesmal, um nach ihrem Aufstieg mit Schwung in die neue Spielklasse zu starten.
Rolf Werner, Sportvorstand des VCE, sieht sein Team auf einem guten Weg. In einem ersten Trainingsspiel beim Ligakonkurrenten SV Schwaig gewannen die Unterfranken alle vier ausgetragenen Sätze. Da habe die Mannschaft um Spielertrainer Heriberto Quero gezeigt, "dass sie sehr, sehr gut in Schuss" sei. Vor allem mit der spielerischen Leistung zeigte sich Werner sehr zufrieden, insgesamt "gab es wirklich wenig auszusetzen". Auch ohne Zuspieler Kai Naumann habe die Mannschaft hohes Niveau geboten, obwohl "in allen Bereichen immer noch etwas zu verbessern ist". Werner will allerdings diesen Test nicht überbewerten, "der Druck wie in den Ligaspielen ist dort nicht vorhanden."
Um sich auf diesen Druck und die starke Konkurrenz einzustellen, trainieren die Eltmanner seit Anfang Juli bereits individuell und seit Mitte August intensiv. Am kommenden Wochenende bestreiten sie ein Vorbereitungsturnier wiederum in Schwaig, eine Woche später ist der VCE Gastgeber für den Ligakonkurrenten TG Rüsselsheim sowie die Nord-Zweitligisten TSV Giesen/Hildesheim und das Volleyball-Internat Frankfurt. Hier soll das mannschaftliche Zusammenspiel weiter perfektioniert werden. Der Saisonauftakt in die 2. Liga erfolgt am 20./21. September, doch die Partie der Eltmanner bei den L.E. Volleys in Leipzig wurde auf Wunsch der Sachsen auf 1. November verlegt. Am Wochenende vor dem ersten Punktspiel haben die Eltmanner den Spielern bewusst frei gegeben, damit sie noch einmal Luft holen können, bevor es ernst wird.
Mit einem Zwölf-Mann-Kader geht der VC Eltmann nach jetzigem Stand in die Saison. Drei Neuzgänge gibt es, die alle drei bereits in Eltmann gespielt haben: Diagonalangreifer Johannes Engel vom Erstligisten VSG Coburg-Grub, Außenangreifer Lutz Gerling, der aus beruflichen Gründen in Bamberg wohnt und zuletzt in Nittenau gespielt hat, und den Rumänen Mircea Peta. Der Zuspieler war aus schulischen Gründen wieder in sein Heimatland gezogen und nimmt nun in Eltmann einen neuen Anlauf. Damit habe, wie Werner erklärt, Trainer Quero deutlich mehr personelle Möglichkeiten. Immerhin sind in der 2. Liga 22 Begegnungen zu absolvieren, deutlich mehr als zuletzt, "da gibt es keine Verschnaufpausen, und mit Ausfällen wegen Verletzungen, Krankheit oder Beruf muss man immer rechnen."
Möglicherweise komme eben aus diesem Grund noch ein Mittelblocker dazu, das aber, so Werner, sei noch offen.

Ziel ist der Klassenerhalt

Der Volleyball-Club-Sportvorstand sieht die TG Rüsselsheim und die L.E. Volleys als Favoriten in der 2. Liga Süd, auch mit Auftaktgegner Delitzsch werde zu rechnen sein. Die Eltmanner gehen mit dem Ziel Klassenerhalt in die Runde, "keiner weiß momentan richtig, wo wir stehen", sagt Werner. Um vielleicht einen Mittelfeldplatz zu erreichen, "ist immer auch ein bisschen Glück nötig".

Hoffen auf 600, 700 Zuschauer

Die wirtschaftlichen Grundlagen für die 2. Liga haben die Eltmanner geschaffen, Werner zeigt sich dafür gegenüber "all unseren Sponsoren und Gönnern, die an unsere Sache glauben" dankbar. Neben dem sportlichen Erfolg ist es sein Wunsch, "dass die 2. Liga von unseren Zuschauern gut angenommen wird. Wir haben eine Mannschaft mit vielen einheimischen Spielern, mit der sich die Fans identifizieren können. Es wäre doch toll, wenn die Tribünen mit 600, 700 Zuschauern voll wären."