Gemeinsam mit Betreuer Thomas Friedrich machten sich die Eltmanner Judoka auf die weite Fahrt. Jasin Sahraoui (bis 66 Kilo) musste die Überlegenheit seiner Gegner an diesem Tage anerkennen. In der Klasse bis 73 Kilo traten Dominic Neumayer und Sebastian Dappert an. Nach Freilos kassierte Dominic Neumayer zwei Niederlagen und schied aus. Sebastian Dappert gewann seine erste Auseinandersetzung mit einem Hüftwechselwurf vorzeitig. Danach traf er auf den späteren Meister Samuel Enkelmann aus Großhadern. Ohne Respekt ging Dappert in den Kampf, erkämpfte sich zwei hervorragende Bodensituationen, geriet dann kurz vor Ende der Kampfzeit selbst in einen Haltegriff, aus dem er sich nicht mehr befreien konnte.

Über die Trostrunde kämpfte sich Dappert mit zwei Siegen in den Kampf um Platz 3 und damit die Qualifikation zur "Süddeutschen". Dieses Duell setzte, was die Dramatik anbelangt, nochmals eine Schippe drauf. Hervorragend gecoacht, ging Sebastian Dappert in Führung. Eine Wurfaktion, die ihm den vorzeitigen Sieg gebracht hätte, wurde von den Kampfrichtern zunächst anerkannt, diese Entscheidung dann aber wieder zurückgenommen. Diese Enttäuschung konnte Dappert nicht wegstecken und gab den Kampf in den letzten Sekunden noch aus der Hand.

Geschwister erfolgreich

Die Geschwister Pia und Leonie Brenneisen kämpften meist zeitgleich, so dass Sebastian Dappert die Betreuung von Leonie Brenneisen in der Klasse bis 48 Kilo übernahm. In der mit fünf Teilnehmern besetzten Gewichtsklasse kämpfte jeder gegen jeden. In den ersten beiden Begegnungen geriet Leonie Brenneisen jeweils in einen Haltegriff und verlor vorzeitig. Dann wurde die Sportlerin von ihrem Betreuer Dappert entsprechend eingestellt und holte sich mit zwei Siegen den dritten Platz. Zwei Hüftwürfe, ein Haltegriff und ein blitzschneller Schulterwurf brachten Pia Brenneisen (bis 52 Kilo) drei vorzeitige Siege. Die Titelverteidigung gelang ihr aber nicht, da sie Lisa Kretschmer vom TSV Altenfurt dieses Mal den Vortritt lassen musste. Mit Silber hat sie die Qualifikation für die süddeutschen Titelkämpfe jedoch in der Tasche.

Eine Gewichtsklasse höher als bei der "Nordbayerischen", bis 63 Kilo, ging Annemarie Endres an den Start. Nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Begegnungen steigerte sie sich, mit zwei Siegen holte sie die notwendigen Punkte für den zweiten Platz und qualifizierte sich ebenfalls für die süddeutschen Meisterschaften am 14. Februar in Pforzheim.