Aller Anfang ist schwer. Diese Erfahrung mussten die Eltmanner Heitec Volleys bei ihrer Premiere in der Volleyball-Bundesliga machen. Beim amtierenden Pokalsieger und Vizemeister VfB Friedrichshafen zahlte der Aufsteiger vor knapp 1500 Zuschauern Lehrgeld und kassierte die befürchtete 0:3 (19:25, 17:28, 23:25)-Niederlage. Zum wertvollsten Spieler bei den Franken wurde der Diagonalangreifer Irfan Hamzagic gewählt. Beim Sieger erhielt Zuspieler Jakub Janouch die MVP-Medaille.

Der Neuling konnte gegen den haushohen Favoriten in den ersten beiden Sätzen seine enorme Nervosität nicht ablegen, fand nie seinen Rhythmus und leistete sich vor allem bei der Ballannahme zu viele haarsträubende Fehler. Erst im dritten Satz kamen die Schützlinge von Cheftrainer Marco Donat auf Betriebstemperatur, deuteten ihre Wettbewerbsfähigkeit an und konnten ihn ausgeglichen gestalten. Zu Beginn lagen sie zwar schnell 2:8 zurück, kämpften sich aber bis zum 21:21 und 23:23 heran, ehe sie durch einen schlechten Aufschlag und einen ins Aus geschlagenen Schmetterball von Hamzagic endgültig auf die Verliererstraße gerieten.

Nach dem Spielende redete Heitec-Coach Donat nicht um den heißen Brei herum: "Wir haben heute verdient mit 0:3 in Friedrichshafen verloren und es nicht geschafft, die Häfler unter Druck zu setzen. Michael Warms Team hat uns von Anfang an ernst genommen. Der VfB hat stark aufgeschlagen und wenig Fehler gemacht. Mit den Aufschlägen über unseren Libero haben uns die Friedrichshafener fortwährend unter Druck gehalten, und wir konnten daher kein schnelles Spiel aufziehen. Zudem waren wir im ersten Satz ziemlich verkrampft."

Gleichwohl sieht Donat Lichtblicke: "Im dritten Satz haben wir in unser Spiel gefunden, aber am Ende zeigt das heutige Ergebnis den Unterschied zwischen dem Serienmeister und uns als Aufsteiger. Was positiv ist: Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft, der dritte Satz mit 23:25 lässt auf mehr hoffen. Wir haben nicht aufgegeben, aber gegen solche Routiniers zeigt sich deutlich unser Rückstand, daran müssen wir noch hart arbeiten."

Komplimente für die Heitec Volleys gab es vom neuen Trainer der Gastgeber, Michael Warm: "Das waren drei wichtige Punkte, die wir heute geholt haben. Eltmann hat uns gehörig gefordert, und wir haben noch das eine oder andere Problem in der Abstimmung, aber daran werden wir arbeiten."

In den ersten beiden Durchgängen hatten die Heitec Volleys gegen den Ex-Champions-League-Sieger, deutschen Serienmeister und Rekord-Pokalsieger keine Chance. Im ersten Satz konnten sie lediglich bis zum 7:8 mithalten, ehe der Titelanwärter vom Bodensee auf 15:8 davonzog und souverän den Sack zumachte.

Die beeindruckende Dominanz wiederholte sich in Satz 2. Schnell gingen die Gastgeber mit 16:6 in Führung und ließen auch nichts mehr anbrennen, obwohl sich der Neuling zwischenzeitlich noch einmal auf 15:20 herangekämpft hatte.

Im ersten Heimspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) gegen die United Volleys Frankfurt haben die Heitec Volleys in der Bamberger Brose-Arena erstmals die Möglichkeit, sich den eigenen Fans zu präsentieren. Chefcoach Donat hofft vor allem auf lautstarke und große Unterstützung von den Rängen: "In Friedrichshafen war nichts zu holen. Aber gegen Frankfurt können wir zeigen, dass wir im Volleyball-Oberhaus angekommen sind. Wir sollten unsere durchaus vorhandene Qualität demonstrieren und unseren ersten Sieg einfahren. Unsere Zuschauer können dabei zu einem wichtigen Faktor werden."

Gewinnspiel

Wir verlosen einmal zwei VIP-Karten und fünfmal zwei "normale" Eintrittskarten für das erste Heimspiel der Heitec Volleys gegen Frankfurt am Freitag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr in der Bamberger Brose-Arena.

Frage Wer gewinnen möchte, muss folgende Frage richtig beantworten: Wer trägt aktuell das Trikot mit der Nr. 1 bei den Heitec Volleys (Vor- und Zuname)?

Kontakt Senden Sie Ihre Antwort bitte bis Dienstag, 15. Oktober, 15 Uhr, per E-Mail an sport@infranken.de. Wir benachrichtigen die Gewinner.

Regeln Es entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.red