Die Heitec Volleys feiern: Im Spitzenspiel der zweiten Volleyball-Bundesliga feierten die Eltmanner einen hart umkämpften, dramatischen und umjubelten 3:2-Sieg gegen den amtierenden Meister TSV Grafing. Damit meldet sich das Team um Trainer Marco Donat im Meisterschaftrennen zurück. Eins ist nach der Partie gegen Grafing sicher: Eltmann hat Comeback-Qualitäten.

Heitec Volleys Eltmann - TSV Grafing 3:2

(25:13, 22:25, 19:25, 25:22,15:12)

Im vierten Satz lagen die Eltmanner in Sätzen 1:2 und 11:16 nach Punkten zurück. Niemand der über 600 Zuschauer in der Georg-Schäfer-Sporthalle gab wohl noch einen Pfifferling auf die Gastgeber. Zu dominant trumpfte die Filiale des Erstligisten TSV Herrsching auf: Grafing hatte die Partie fest im Griff.

Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Reihen der Heitec Volleys. Das Team um Kapitän Basti Richter spielte sich in einen Rausch, kämpfte sich in die Partie, schaffte den Ausgleich zum 19:19, ging 21:20 in Führung und verwirklichte tatsächlich das 2:2. Im Tie-Break nutzten die Unterfranken das Momentum gegen die konsterniert wirkenden Grafinger und machten den Sack zu. Matchwinner und Antreiber zur Aufholjagd war Mariusz Wacek. Der 23-jährige Pole zeigte sein Potenzial sowohl im Angriff als auch in der Defensive am Netz. "Er ist ein echter Rohdiamant", lobte Donat, "der alles für einen exzellenten Volleyballer mitbringt."

Nach dem Sieg fiel Manager Rolf Werner am Spielfeldrand ein Stein vom Herzen. "Wegen der unglücklichen 2:3-Niederlage beim Tabellenführer Mainz standen wir ziemlich unter Druck," sagte Werner. "Eine erneute Pleite hätte uns enorm zurückgeworfen. Doch jetzt können wir wieder aus eigener Kraft die Mission Meisterschaft und Aufstieg entscheiden. Riesen-Kompliment an alle Spieler. Der Erfolg war beste Werbung für den Volleyballsport."

Auch Chefcoach Marco Donat war erleichtert: "Heute sind wir total glücklich. Unfassbar, wie wir die bereits verloren geglaubte Partie mit Unterstützung unserer Fans noch gedreht haben. So kann es weitergehen, auch wenn ich als Trainer wieder einige graue Haare mehr bekommen habe." Sein Fazit: "Der erste Satz war fast perfekt von uns. Da haben wir Grafing gar keine Chance gelassen. Dann sind sie leider besser ins Spiel gekommen und haben uns deutlich den zweiten und dritten Satz abgenommen. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, wollten zu oft den unmöglichen Ball spielen. Das hat sich gerächt. Das setzte sich auch im vierten Satz fort - bis wir endlich aufgewacht sind."

Donat wünscht sich, dass sein Team zukünftig mit mehr Kontinuität auftritt: "Bei uns kann das Pendel oft in beide Richtungen ausschlagen. Manchmal genügen zwei kleine Fehler und wir brechen auseinander. Gleichzeitig kann es passieren, dass wir uns nach drei Super-Szenen plötzlich wie die Weltmeister präsentieren." In diesem Zusammenhang erklärt Donat auch, weshalb er Georgi Stoyanov eine Pause gönnte: "Basti Richter ist unser Kapitän mit einer Menge Erfahrung, auch aus der ersten Liga. Wenn er auf dem Feld steht, werden alle anderen besser. Georgi ist ein Riesentalent, aber erst 21 Jahre alt. Er ist unsere Zukunft."

Durch den Erfolg über Grafing - es war erst die zweite Saisonniederlage für den amtierenden Meister - mischen die Heitec Volleys wieder voll im Meisterschaftkampf mit. Zum wertvollsten Spieler des Spiels wurden Eltmanns Mircea Peta gewählt. Heitec Volleys Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanov, Wacek, Bibrack, House, Strobel