Auch die Tatsache, dass beim Ansbacher Kantersieg nur ein Spieler doppelt traf, spricht für die Qualität der Gäste. In feiner Regelmäßigkeit schoss sich das Team von Fredi Skurka zu seinem zweiten Saisonsieg. Während Schlereth und Co. noch auf Zuordnungssuche waren, nahmen sich die Gäste des Spiels sehr schnell an und überzeugten von Anfang bis Ende mit einer sicheren Spielweise von hinter heraus, tollen Ballzirkulationen und Übersicht.

Elfmeter an den Pfosten

Gleich nach zwei Minuten zeigte der Schiedsrichter nach Foul von Marko Hertel an Marc Suttor auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß setzte Kapitän Hasselmeier zwar an den rechten Pfosten, Augsfeld Torwart Sebastian Stober sollte aber trotzdem noch ganze acht Mal hinter sich greifen. Das erste Mal nach 17 Spielminuten, als Suttor über Augsfelds schwächelnde rechte Seite durchgelaufen war, klug für Störzenhofecker vorlegte, der den Ball kunstvoll in den rechten Torwinkel manövrierte. Zuvor hätte es auf der Gegenseite nach einer Attacke gegen Stefan Greb im Strafraum allerdings auch einen "Elfer" gegen können.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Nach einem Augsfelder Ballverlust in der eigenen Hälfte schaltete der Torschütze sofort auf Angriff, legte zurück auf Weingärtner, der den Ball am bereits geschlagenen Stober nur noch flach vorbei legen musste (21.). Hasselmeier tanzte zwei Gegenspieler aus, schob aus spitzem Winkel ein und machte nur vier Minuten später aus den 2:0 ein 3:0 (25.). Kandler fackelte ebenfalls nicht lange und traf zum vierten Mal für die Gäste (28.). Die Schwachstelle der Heimelf war schnell ausgemacht. Neben einer beunruhigenden Fehlpassquote war vor allem die Augsfelder Viererkette ein ums andere Mal leicht aus den Angeln zu heben. So segelte der Versuch von Pakorn Silaklang nach gut 35 Minuten an Freund und Feind vorbei zum 5:0 in die Maschen.

Thorsten Schlereth verkürzt

Der Augsfelder Doppelwechsel nach der Pause brachte trotz des 1:5-Anschlusstreffers durch Thorsten Schlereth wenig Erleichterung. Viel zu weit vor dem Tor ging Sebastian Stober dem Ansbachs Bastian Weiß entgegen, der als einzige Option den Schlussmann geschickt überlupfte und damit das Dutzend vollmachte (61.). Doch auch nach einer Stunde war für die eingespielte Gästeelf noch kein Ende der Torflut in Sicht. Störzenhofecker markierte nach schöner Kombination das 7:1 (64.). Ein Musterangriff rundete die einseitige Partie ab. Aus der sicheren Abwehr heraus ließ die SpVgg den Ball über mehrere Stationen laufen, und in letzter Instanz durfte der eingewechselte Patrick Kroiß zum Endstand einnetzen (80.).

Es war eine so nicht absehbar klare Angelegenheit für die Gäste, die ein tolles Spiel machten, allerdings selten wirklich unter Druck gesetzt wurden. Die Heimelf stürzten die Mittelfranken damit in eine erste kleine Krise, denn weiterhin punktlos ging es für die FCAler nun auf den letzten Tabellenplatz.