Nach langer Verletzungspause kam Rinbergas am vergangenen Samstag beim 1:1 gegen die DJK Bamberg wieder zu einem Kurzeinsatz und hofft, auch bei seinem Ex-Verein FC Schweinfurt 05 am kommenden Freitag (Anstoß 19 Uhr) wieder auflaufen zu können.

Frage: Wie geht es Ihnen nach Ihrer langen Verletzungspause?
Daniel Rinbergas: Eigentlich ganz gut. Ich hatte ja am Samstag wieder meinen ersten Einsatz, zehn Minuten, und habe auch trainiert. Schmerzen habe ich keine, mal abwarten, ob ich am Freitag spiele. Ich hatte einen Muskelbündelriss vorne im rechten Oberschenkel, an meinem Schussbein, das hat acht Wochen gedauert. Links hatte ich das auch schon einmal, da ist es ein bisschen schneller gegangen, aber ich brauche das rechte Bein einfach mehr.

Wie schwer war es, dass Sie wochenlang die Spiele ihrer Mannschaft von außen mitverfolgen mussten?
Das kann sicher jeder nachfühlen, der selbst Fußballer ist. Ich war ja nicht nur bei den Spielen dabei, sondern auch mindestens einmal in der Woche beim Training. Da juckt es einen dann schon mitzumachen. Aber immerhin hatte die Mannschaft einigermaßen Erfolg, was ja auch dringend notwendig war. Das macht es dann ein bisschen leichter.
Was ist für Sie der größte Unterschied zwischen der alten Landesliga Nord und der neuen Bayernliga Nord?
Es sind anspruchsvollere Gegner und reizvolle Derbys. Spiele wie gegen den Würzburger FV oder jetzt am Freitag in Schweinfurt sind natürlich super. In der neuen Liga geht alles ein bisschen schneller, das haben wir besonders am Anfang gemerkt, da hatten wir Anpassungsschwierigkeiten. In den ersten Spielen haben wir ziemlich viele Gegentore bekommen, weil wir meist das Spiel gemacht haben wie in der Landesliga, und die Gegner haben unsere Fehler ausgenutzt. Wir haben uns dann vorgenommen, dass wir hinten sicher stehen, und vorne klappt es bei uns mit einem Tor eigentlich immer. Das hat ganz gut hingehauen. Schade, dass wir gegen die DJK Bamberg am Samstag nicht gewonnen haben, das wäre gut gewesen, denn jetzt kommen noch drei schwere Gegner.

Sind Sie mit Punktausbeute und Platzierung zufrieden?
Ich denke, dass wir nach unserem schlechten Start mit 23 Punkten schon zufrieden sein können. Wir haben ja auch zwei Spiele weniger als viele andere Mannschaften.

Ist die Begegnung beim FC Schweinfurt 05 am Freitag für Sie eine besondere?
Auf jeden Fall, ich habe ja 16 Jahre dort gespielt. Und nicht nur für mich, wir haben mehrere Leute in der Mannschaft, die schon in Schweinfurt gespielt haben, und unter Flutlicht, das ist immer ein Highlight. Wenn das Wetter gut ist, kommen bestimmt auch viele Zuschauer.

Sie haben sich in Ihrer gemeinsamen Zeit in Sand mit Stefan Seufert sehr gut verstanden, der als Sander jetzt in Schweinfurt spielt. Haben Sie vor dem Spiel am Freitag mit ihm telefoniert?
Mit Stefan Seufert bin ich schon immer super klar gekommen, und wir haben auch immer noch regelmäßig Kontakt. Diese Woche zwar noch nicht, aber das kommt bestimmt noch. Da werden wir schon gegenseitig ein bisschen sticheln, das gehört einfach dazu (lacht).

Im Hinspiel kassierte der FC Sand eine bittere 1:3-Heimniederlage. Was muss die Mannschaft diesmal besser machen?
Vor allem das, was wir in den letzten Spielen schon gut gemacht haben: hinten gut stehen. Je länger es 0:0 steht, desto besser ist das für uns. Die Schweinfurter hatten ja bereits gegen Würzburg Glück, und wie ich gelesen habe, haben sie in Bruck zuletzt einen glücklichen Elfmeter bekommen. Wenn einer für den anderen läuft, können wir vielleicht ein Pünktchen klauen, mit ein bisschen Glück vielleicht auch mehr. Wenn es für Schweinfurt nicht so läuft, werden oft auch die Zuschauer unruhig, das könnte uns in die Karten spielen.

Wagen Sie einen Ergebnis-Tipp für das Spiel am Freitag?
1:1. Wir haben in Amberg und gegen Bayreuth bewiesen, dass wir mithalten können. Wir haben gut trainiert und sind optimistisch, dass wir ein Pünktchen mitnehmen werden