Durch diese Erfolge und auch die in den Turnieren zuvor haben sich Vincent Schorn, Johanna Zeitler und Darius Strätz für die Europameisterschaft im spanischen San Sebastian im August qualifiziert. Zum sechsten Mal in Folge holte Vincent Schorn den Titel, diesmal bei den Junioren bis 74 Kilo. Er setzte sich in allen Vorkämpfen eindeutig durch und ließ auch Murat Dömke aus Hessen im Halbfinale mit zehn Punkten Vorsprung, was den technischen K.o. bedeutet, keine Chance. Im Finale traf er auf seinen Nationalmannschaftskollegen Bruno Bohn (Eberswalde). Erneut zeigte Schorn eine hochkonzentrierte Leistung und gewann mit acht Zählern Vorsprung.

Kampftaktik erfolgreich umgestellt

Johanna Zeitler (Juniorinnen bis 55 Kilo) erfüllte die Erwartungen voll. Alle Vorkämpfe gingen klar an die Ebernerin. Im Finale traf sie auf Melina Maibaum aus Baden-Württemberg, ebenfalls eine Nationalkämpferin. In der ersten Runde geriet Zeitler mit vier Punkten ins Hintertreffen. Nach der Umstellung des Kampfkonzeptes von Coach Schorn lief es aber rund, sodass Johanna Zeitler am Ende mit sechs Zählern vorne lag und den Titel holte.

Einen Tag später spielte Zeitler auch bei den Damen eine gute Rolle. Erst im Halbfinale kam für sie in einem spannenden Kampf gegen die Nummer 1, Rebecca Pfaffl aus Stuttgart, das Aus. In einer packenden Auseinandersetzung, bei der ihr etwas die Kräfte nach den Kämpfen des Vortages schwanden und ihr zudem eine kleine Erkältung zu schaffen machte, unterlag sie mit einem Zähler und holte Bronze. Platz 3 verbuchte auch Dominique Zeitler bis 74 Kilo. Er unterlag im Halbfinale dem Finalgegner von Vincent Schorn.

Darius Strätz siegt in der älteren Altersklasse

Überzeugend war erneut die Vorstellungen von Darius Strätz bis 42 Kilo. Er hätte noch bei der Jugend B kämpfen können, zog es jedoch vor, in der höheren Altersklasse anzutreten. Er stellte mit Nachdruck unter Beweis, dass er zur absoluten Spitze in Deutschland zählt. Keinerlei Probleme bereiteten ihm die Vorkämpfe, und auch im Endkampf ließ er dem Bayreuther Dennis Thümlein, gegen den er bei der German Open noch verloren hatte, keine Chance. Acht Punkte Unterschied sprechen eine deutliche Sprache.

Seinen bisher größten Erfolg landete Hannes Müller bei der Jugend bis 69 Kilo auf Platz 2. Im Finale, bei dem er auf den WM-Teilnehmer aus Hessen traf, fehlte ihm noch die Kampf-erfahrung. Doch mit Silber zeigte sich der Eberner sehr glücklich.