In der Eltmanner Hans-Georg-Schäfer-Sporthalle geht es am Samstag um 19.30 Uhr heiß her: Im letzten Heimspiel der laufenden Zweitliga-Saison treffen die Volleyballer der Heitec Volleys als Spitzenreiter auf den amtierenden Vizemeister des SV Schwaig.

Heitec Volleys Eltmann - SV Schwaig

Im Frankenderby geht es diesmal um alles oder nichts: Nur mit einem klaren Sieg und drei Punkten können die Schützlinge von Cheftrainer Marco Donat weiter von der Meisterschaft träumen. Deshalb wünscht sich der Trainer eine rappelvolle Halle und enthusiastische Unterstützung von den Rängen: "Die Halle muss brennen und zu einem Hexenkessel werden. Unsere Fans müssen uns von der ersten bis zur letzten Minute anfeuern."

Auch von seinen Spielern verlangt der Rheinländer bedingungslose Hingabe und totalen Einsatz: "Jeder muss an den Erfolg glauben und alles dafür geben. Wir wollen in dieser Saison unbedingt Meister werden. Dafür muss sich jeder zerreißen und die letzten Körner mobilisieren. Das große Ziel ist zum Greifen nahe. Jetzt müssen wir auch zupacken."

Hilft die vermasselte Premiere?

Wenn man dem alten Spruch von der verpatzten Generalprobe und der gelungenen Premiere Glauben schenken darf, sollte ein Sieg für die Heitec Volleys kein Problem sein. Um die zweiwöchige Pause zu überbrücken und nicht den Rhythmus zu verlieren, absolvierten die Eltmänner ein Trainingsspiel in Hammelburg, das sie 1:3 verloren. Das Ergebnis war dabei für Donat zweitrangig: "Wir wollten ein wenig Wettkampfpraxis schnuppern und jeder Spieler sollte Einsatzzeit erhalten. Vielleicht fehlte der Druck bei einigen."

Gleichwohl ist die Pleite bereits abgehakt und die Eltmanner Spieler fiebern dem ersten von zwei Endspielen um die Meisterschaft entgegen. Noch zwei Siege gegen Schwaig und eine Woche später in Freiburg brauchen sie, um den schärfsten Verfolger Grafing im Titelrennen auf Distanz zu halten.

Eltmanns Kapitän Basti Richter ist überzeugt, dass jeder weiß, worum es geht: "Wir sind hochkonzentriert und absolut fokussiert. Wir glauben an uns und lassen uns jetzt von niemandem mehr in die Suppe spucken. Wir ziehen das Ding mit aller Leidenschaft komplett durch."

Klarer Sieg im Hinspiel

Schon im Hinspiel bewiesen die Unterfranken in Schwaig ihre Klasse. Innerhalb von 70 Minuten fegten sie die Gastgeber quasi im Schnelldurchgang mit 3:0 (25:19, 25:21, 25:15) aus deren Halle. Damals schwärmte sogar der normalerweise sehr zurückhaltende Manager Rolf Werner: "Das war unser bisher beste Spiel der Saison. Es war eine absolut erstligareife Vorstellung. Unser Team wusste auf alles eine Antwort und kam eigentlich nie in Bedrängnis."

Die Schwaiger kommen als Tabellensechster mit 34 Punkten und elf Siegen nach Eltmann. Sie blicken auf eine ziemlich verkorkste Saison zurück. Die vergangenen fünf Punktespiele in Rüsselsheim, Grafing und Mainz sowie die Heimpartien gegen Karlsruhe und den AlpenVolleys Haching II gingen alle verloren. Das letzte Mal gewannen Sie vor über einem Monat zu Hause gegen den Absteiger Fellbach mit 3:1.

Dennoch warnt Heitec Volleys Manager Rolf Werner: "Die Schwaiger sind unberechenbar. Bekanntlich haben Derbys ihre eigenen Gesetze. Wenn wir sie ins Spielen kommen lassen, müssen wir uns warm anziehen."

Heitec Volleys: Clay Couchman, Johnny Engel, Mircea Peta, Sebastian Richter, Max Kolbe, Daniel Schmitt, Merten Krüger, Sven Kellermann, Tobias Werner, Georgi Stojanov, Max Bibrack, Marius Wacek, David Strobel