Beim 0:3 in Memmelsdorf zeigten die Sander zwar viel Kampf und Einsatz, die Tore machten aber wieder einmal die anderen, und das Glück war den Gästen bei einem Lattentreffer und einem gerade noch auf der Linie geklärten Versuch ebenfalls nicht hold. Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - zeigte sich Trainer Erwin Albert optimistisch und glaubt auch im Hinblick auf die Partie am Samstag (Anstoß erst um 17.30 Uhr) gegen den FSV Erlangen-Bruck bedingungslos an sein Team: "Die Mannschaft ist willig, das merkt man, und solange rechnerisch noch alles möglich ist, wird auch jeder Einzelne noch einmal alles in die Waagschale werfen."

Kampf und Einsatz nicht belohnt

Das Auftreten seiner Mannschaft in Memmelsdorf bietet Albert wenig Grund für Kritik: "Wir haben gut angefangen, hatten auch sehr schnell die erste Chance. Wer weiß, wenn wir da getroffen hätten, wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen", sagt der Sander Coach. "Memmelsdorf war vor allem über Standards gefährlich, das 1:0 war ein Kontertor, und das 2:0 fiel zum ungünstigsten Zeitpunkt kurz vor der Pause, da hingen in der Kabine natürlich die Köpfe. Trotz allem haben wir uns dann aber in der zweiten Halbzeit zusammengerissen und hatten gleich nach Wiederanpfiff eine sehr gute Phase", stellt Albert die positiven Aspekten heraus und nimmt seine Spieler in Schutz. Bei nur zwei Punkten Abstand zum Relegationsrang herrscht in Sand also noch lange keine Endzeitstimmung, und immerhin gilt: Es kann nur besser werden.

Ein "Muss-Spiel"

Wenn es auswärts nicht klappt, dann haben die "Korbmacher" nach drei Auswärtsspielen in Folge nun Gelegenheit, im heimischen Seestadion die Kehrtwende einzuläuten. Darauf hofft auch Albert: "Samstagabend ist ein Muss-Spiel für uns. Natürlich sind wir nach jeder Erfolglosigkeit niedergeschlagen, aber wir richten uns dann auch schnell gegenseitig wieder auf." Der Gast und Tabellenelfte FSV Erlangen-Bruck ist mit 31 Punkten zwar halbwegs im Soll, hat aber auch nur fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, was bei noch sechs ausstehenden Partie alles andere als Sicherheit bedeutet.

Mit drei Heimsiegen Luft verschafft

Die Brucker selbst wissen ganz gut, wie sich der Abstiegskampf anfühlt - vor allem zu Beginn der Rückrunde rangierten die Oberfranken wochenlang knapp vor der Abstiegszone, konnten sich erst mit drei Heimsiegen in Folge etwas Luft verschaffen.

Das Hinspiel in Erlangen schlug mit einem überdeutlichen 6:1-Sieg für die Unistädter zu Buche, was die Heimelf heute Abend allerdings nicht sonderlich beunruhigen sollte, denn die Auswärtsleistungen der Elf von Normann Wagner sind alles andere als ruhmreich. Gerade einmal zwei von 14 Auswärtspartien gewann sie.