Können die Haßfurter Hawks (1./36) an diesem Wochenende den Einzug in die Aufstiegsrunde perfekt machen? "Die Möglichkeit ist groß", betont Martin Reichert, Sportlicher Leiter des ESC. "Aber die zwei Gegner haben es in sich", verweist der 55-Jährige auf zwei "schwere Auswärtspartien".

Doch sowohl am Freitagabend beim EV Pegnitz (5./20) als auch am Sonntag beim EV Dingolfing (3./24) gilt für den Spitzenreiter der Eishockey-Landesliga das Motto: So viele Punkte wie möglich mit nach Hause nehmen.

EV Pegnitz - ESC Haßfurt (Freitag, 19.30 Uhr) Dabei dürfen sich auch die Konkurrenten nicht mehr allzu viele Patzer erlauben. Vor allem die Ice Dogs, die von ihren zwölf absolvierten Partien bereits fünf verloren haben. Das nach dem Bayernligaabstieg gesetzte Mindestziel "Aufstiegsrunde" ist derzeit zumindest in Gefahr.

Noch hat die Mannschaft von Trainer Josef Hefner bei lediglich drei Zählern Rückstand auf Platz 4 genügend Zeit, um sich am Ende der Vorrunde einen Platz unter den ersten vier zu sichern.

Doch auch das Überraschungsteam des VER Selb 1b darf sich noch Hoffnungen machen und hofft auf weitere Niederlagen der Oberfranken. "Wir haben im Hinspiel gesehen, welche Qualität der EV Pegnitz in seinen Reihen hat", rechnet der Haßfurter Trainer Volker Hartmann beim ersten Pflichtspiel der Hawks seit einigen Jahren im offenen Pegnitzer Eisstadion mit einer "ganz engen Kiste". Etwa wie im Hinspiel. Dann könnten sich die Zuschauer auf viele Treffer freuen. Mit 11:8 behielten die Hawks Ende Oktober die Oberhand über die Ice Dogs.

"Ich hoffe nicht, dass wir erneut so viele Gegentore kassieren. Aber wichtiger ist mir, dass wir nach 60 Minuten zumindest einen Treffer mehr erzielt haben, als der Gegner", blickt Hartmann dem Aufeinandertreffen der beiden "Torfabriken" der Liga (72 und 113 Treffer) "durchaus optimistisch" entgegen. EV Dingolfing - ESC Haßfurt (Sonntag, 18 Uhr) Ebenso guter Dinge ist Hartmann bei der zweiten Auswärtsfahrt zu den Isar Rats des EV Dingolfing, die ihren dritten Tabellenplatz gerne behaupten wollen.

Die Mannschaft von Trainer Billy Trew ist vor eigenen Fans in der "Marco-Sturm-Eishalle" fast so stark wie Haßfurt. Einzig gegen den Tabellenzweiten ERSC Amberg gab es eine Niederlage (4:8). Bei den restlichen fünf Heimpartien behielten die Niederbayern die Punkte bei sich. Und es ist verständlich, dass gegen den Spitzenreiter ebenfalls ein "Dreier" eingeplant ist - alleine schon aus Revanchegründen für das 5:9 beim ersten Aufeinandertreffen im Stadion am Großen Anger.

"Mir ist bewusst, dass wir wieder eine Topleistung abrufen müssen, um in Dingolfing zu bestehen", fährt Hartmann optimistisch, aber gleichzeitig "mit großem Respekt" in die Autostadt an die Isar. "Ich rechne für uns fest mit viel Arbeit auf dem Eis", fügt er hinzu und verweist auf die letzten fünf Partien bei den Isar Rats. Zwar siegten die Haßfurter im Vorjahr (7:6) und auch in der Saison 2017/2018 (3:2) jeweils knapp, doch vor zwei Jahren gewannen die Hausherren mit 8:5. Richtige Packungen kassierten die Kreisstädter dagegen in der Saison 2014/2015 (3:13) sowie ein Jahr zuvor (1:6).

ESC Haßfurt: Jung, Hildenbrand - Hora, Masel, Stahl, Marx, Kohl, Breyer - Hornak, Trübenekr, Stach, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer.