Die Haßberge-Mannschaften in der Bezirksliga Unterfranken Ost haben allesamt richtungsweisende Partien vor der Brust. Die DJK Dampfach (11.) braucht beim FC Thulba (10.) einen Sieg, um den Tabellenkeller zu verlassen und den Anschluss ans gesicherte Mittelfeld herzustellen.

Für die Sportfreunde Steinbach (14.) zählt gegen Münnerstadt (6.) nur ein Sieg, damit der Anschluss an das rettende Ufer gehalten wird. Und für den FC Sand II (15.) ist ein Sieg gegen den Mitkonkurrenten SV Rödelmaier (13.) ein "Muss", um in Sichtweite zum Relegationsplatz zu gelangen.

FC Thulba - DJK Dampfach Nachdem die Heimelf einen extrem guten Saisonstart erwischte, haben sie aus den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt. Diesen holten sie ausgerechnet gegen Tabellenführer Bad Kissingen. Ihr letztes Spiel verloren sie 1:2 gegen die DJK Altbessingen. "Das Spiel müssen wir nicht verlieren", berichtete der FC-Coach Victor Kleinhenz. Tatsächlich hätten die Frankonen vor 160 Zuschauern einen Punkt verdient gehabt. Doch in einem Spiel auf Augenhöhe erwies sich Altbessingen als cleverer. Nun wollen die Teutonen bis zur Winterpause punkten, damit sie nicht unten drin stehen. Mit ein paar Siegen können sie wieder Anschluss an die Spitze finden, so die Marschroute.

Die Dampfacher sind seit vier Spieltagen ungeschlagen und haben ihre letzte Aufgabe bei Titelanwärter Oberschwarzach mit 1:1 zufriedenstellend gelöst. In einem kampfbetonten Spiel hielt die Mannschaft dagegen. Nach dem 0:1 behielt die DJK ihre Linie bei und kam verdient zum Ausgleich. Mit dem FC Thulba trifft die Kröner-Elf auf einen Gegner, der vor einigen Wochen noch ganz oben in der Tabelle zu finden war, in den letzten Wochen jedoch trotz guter Leistungen nicht erfolgreich agierte.

"In Thulba treffen wir auf einen Gegner, der kompakt und spielstark ist und mit viel Wut im Bauch antritt. Wir fahren deshalb mit einer gehörigen Portion Respekt in die Rhön, wollen uns aber in erster Linie auf unser Spiel fokussieren", so der DJK-Coach Oliver Kröner. Mit einem Sieg könnte Dampfach seit langer Zeit wieder unter die Top Ten der Tabelle klettern und den Gegner überholen.

Spfrd Steinbach -

TSV Münnerstadt

Die Gäste haben aus den letzten sechs Spielen 13 Punkte geholt und unter anderem in Oberschwarzach gewonnen. In der Vorwoche haben sie den TSV Bergrheinfeld in einem ausgeglichen Spiel mit 1:0 bezwungen. "Wir haben verdient gewonnen, weil wir mehr investierten und Laufbereitschaft zeigten", bilanzierte Abteilungsleiter Rainer Schmittzeh. Mit den bisherigen 21 Punkten hat der TSV die angestrebten 20 Punkte aus der Vorrunde bereits eingefahren. In Steinbach wollen sie ihre erfolgreiche Auswärtsserie verlängern.

Die Steinbacher unterlagen zuletzt deutlich mit 1:6 in Wiesentheid. In dieser Partie war die Seufert-Elf überfordert, weil der Gegner eine Klasse besser war. Steinbach muss sich die Punkte gegen andere Gegner holen und will dieses Spiel schnell abhaken. Münnerstadt hat mit nur 16 Gegentreffern eine der besten Abwehrreihen der Liga. Deshalb brauchen die Steinbacher Geduld. Um erneut zu Hause erfolgreich zu sein, wollen sie sich wieder auf ihre Stärken konzentrieren. Die Moral in der Mannschaft stimmt, und mit der richtigen Einstellung ist viel möglich.

FC Sand II - SV Rödelmaier Die letzte Begegnung von Rödelmaier gegen Gochheim musste wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden. Ihr zuletzt ausgetragenes Spiel gewannen sie nach einem Kraftakt beim FC Westheim mit 3:1. Aus den letzten vier Spielen haben sie sieben Punkte geholt und nur in Oberschwarzach verloren. Durch diese Erfolgsserie sind die Gäste auf den Relegationsplatz geklettert.

Die Sander haben am vergangenen Wochenende einen 2:1-Sieg bei der DJK Unterspiesheim gefeiert und damit den lang ersehnten zweiten Dreier eingefahren. Sie zeigten den größeren Kampfeswillen und präsentierten sich in den Zweikämpfen sehr aggressiv. Diesmal nutzten sie auch ihre Chancen. Torjäger Julius Neundorfer war nach wochenlanger Ladehemmung zweimal erfolgreich. Durch diesen Sieg sind die Sander wieder in die Nähe des Relegationsplatzes gerückt. Mit einem erneuten Erfolg würden die "Korbmacher" den Auswärtssieg veredeln und ihren Konkurrenten fast einholen. Da sich Rödelmaier aber seit Längerem in einem Leistungshoch befindet, muss die Mannschaft ähnlich gut spielen wie in der Vorwoche.

"Diesmal bekommen wir wohl keine Unterstützung von der ersten Mannschaft, da diese am gleichen Tag in Großbardorf spielt. Aber einige angeschlagene Spieler sind dafür zurück. Der Sieg in Unterspiesheim hat Selbstvertrauen gegeben. Die Mannschaft ist motiviert und wird alles geben", sagt Spielleiter Andreas Zösch. .