Mit fünf Treffern servierte Dampfach die Knetzgauer im Derby der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost ab, während der FSV Krum am Samstag in Bad Kissingen gewann. Am Montag gab es für die Burger-Elf in Riedenberg nichts zu holen.


Samstag

DJK Dampfach -
TSV Knetzgau 5:0

Vier Tore Vorsprung für Dampfach gegen Knetzgau schon zur Pause - das liest sich nicht nur eindeutig, das war es auch. "Knetzgau hat wie ein echter Absteiger gespielt: kein Kampf, keine Gegenwehr", sagte Dampfachs Sprecher Horst Dombrowski. Bezeichnenderweise fiel der erste Treffer durch ein Eigentor: Raphael Schenk wuchtete einen für Tim Wagner gedachten Pass in die eigenen Maschen (3.). Es folgten einige weitere Hochkaräter für Dampfach, ehe sich die einzige Tormöglichkeit für Knetzgau in 90 Minuten ergab: Lucas Wirth war 22 Meter vor dem Tor völlig frei, und sein Ball wäre auch im Torwinkel gelandet. Wenn da nicht Malte Schulze-Happe im DJK-Tor zur Stelle gewesen wäre.

In der 25. Minute setzte Philipp Geßendörfer Stürmer Patrick Winter in Szene, und der machte seinen Job: per Direktabnahme erzielte der Dampfacher das 2:0. Knetzgau war schockiert und kam kaum noch zu richtigen Spielzügen. Dafür drehten die Dampfacher auf: Ralf Riedelmeier schickte mit einem Steilpass Winter auf den Weg, der vollendete eiskalt zum 3:0 (34.). Dann kam auch Tim Wagner zu seinem Treffer. Riedelmeier erkämpfte sich den Ball im Mittelfeld und schickte Wagner los, der den Ball über den Innenpfosten rechts unten flach einschob (44.). Alle Treffer, so Dombrowski, waren unhaltbar.

Nach der Pause verwaltete die DJK den Vier-Tore-Vorsprung. Von Knetzgau kam weiterhin nichts. Dass der TSV mit nur fünf Toren gut bedient war, zeigten einige weitere sehr gute Torchancen für die DJK. Den Sack zu machte Riedelmeier nach einer Flanke von Michael Hau: 15-Meter-Volley-Schuss in die Maschen (80.). Kurz darauf gerieten Riedelmeier und Matthias Strätz aneinander, und wegen Meckerns schickte der souveräne Unparteiische Hienz (Brünnau) Riedelmeier mit Gelb-Rot vom Platz.

DJK Dampfach: Schulze-Happe - Reich (36. Hau), Sahlender, Geßendorfer, Tudor (77. Arnold), Schleicher, Riedelmeier, A. Jilke, Winter, Greb, Wagner / TSV Knetzgau: Oppermann - Mühlfelder, Schwinn, Strätz, Warmuth (68. Popa-Zobel), Barth, Zangl (58. Heide), Wirth, Schenk (68. Kandler), Frison, Greul / SR: Hienz (Brünnau) / Zuschauer: 150 / Tore: 1:0 Schenk (3., Eigentor), 2:0, 3:0 Winter (25., 34.), 4:0 Wagner (44.), 5:0 Riedelmeier (80.) / Gelb-Rote Karten: - / Riedelmeier (80., wegen Meckerns)


FC Bad Kissingen -
FSV Krum 1:4

"Ich bin vollauf zufrieden", sagt Tobias Burger, Trainer des FSV Krum. Dabei war Bad Kissingen nicht schlecht, so Burger, doch seine Elf habe das "beste Spiel des Jahres 2018" gezeigt. Bis zum ersten Tor durch Felix Hart (10.) standen die Kissinger sehr tief und machten mit zwei Viererketten den Krumer Angreifern das Leben schwer. "Kompliment an Thomas Durst und Andre Stößlein, dank ihrer Spielweise ist mein Matchplan voll aufgegangen", sagt Burger. Harts Führungstreffer spielte Burger in die Karten, mussten die Kissinger doch ihr engmaschiges Spiel aufgeben und in Richtung Krumer Tor spielen. Mit der einzigen echten Torchance kam der FC auch zu seinem Treffer, einem direkt verwandelten Freistoß von Andrej Puscas. Da aber waren nur noch zwei Minuten zu spielen, und der FSV lag mit 4:0 in Führung. Nach dem ersten Treffer erhöhte der FC den Druck, aber nach dem 2:0 für Krum nahm die Heimelf das Tempo wieder raus. Durst war nach einem Solo an Rottenberger im FC-Gehäuse gescheitert, dessen Abklatscher Kevin Rippstein dankend zum 2:0 verwertete (23.). Nach dem Seitenwechsel erhöhte Kissingen den Druck, mit dem 3:0 durch Felix Glöckner (59.) war die Luft aber raus. Das 4:0 durch den eingewechselten Ramon Räth (76.) war dann das Ende der Krumer Torflut, die um einiges höher hätte ausfallen können. "Kissingen war ein guter Gegner, wir haben nicht völlig dominiert", sagt Burger, "aber wir haben verdient gewonnen, weil wir druckvoller gespielt haben."
FSV Krum: Klemm - Fösel, Bujtor, Hart (70. Tunc), Max Witchen, Glöckner (59. Räth), Durst, Vogel, Schmitt, Stößlein (76. Lommel), Rippstein / SR: Kuffer (Obergünzburg) / Zuschauer: 100 / Tore: 0:1 Hart (10.), 0:2 Rippstein (23.), 0:3 Glöckne