Der FC Sand (14.) ist auch nach elf Spielen sieglos geblieben. Das 1:1 (1:1) im Seestadion am Ostermontag gegen den Würzburger FV (3.) machte deutlich, dass die Sander kämpfen können, dabei aber jegliche Kreativität im Offensivspiel vermissen lassen. Immerhin: Die Korbmacher sind seit drei Spielen unbesiegt. Wenn die Mannschaft jedoch die Klasse halten will, muss vor allem der Angriff besser agieren.

Umso überraschender war es, als Adrian Reith die erste Chance der Sander nach einem Freistoß eiskalt nutzte und per Kopf zum 1:0 in der 10. Min. traf. Der Würzburger FV ließ sich davon aber nicht beirren und zog weiter sein Spiel durch, tat sich gegen die tiefstehenden Sander aber schwer, klare Chancen herauszuspielen. Der WFV versuchte sein Glück auch immer wieder aus der Distanz. In der 32. Min. war es soweit: Ein hoher Ball aus 40 m flog in den Sander Strafraum. Torwart Simon May lief dem Ball zu zögerlich entgegen, so dass Ben Müller den Ball über den Torhüter zum 1:1 ins Netz köpfte. Den verdienten Ausgleich nahmen die Würzburger mit in die Kabine. In der zweiten Halbzeit versuchten die Sander, nach vorne zu spielen, was aber durch viele Ballverluste im Mittelfeld nur schleppend gelang. Der Spielfluss ging somit flöten und die Zweikämpfe wurden zunehmend rauer. Nichtsdestotrotz kamen auch die Sander zu der ein oder anderen Torchance.

Zum Ende erhöhten die Würzburger den Druck und kamen vor allem durch gefährliche Freistöße dem Führungstreffer sehr nahe. Die gefährlicheren Torchancen hatte aber der FC Sand: Nachdem der Würzburger Keeper Andre Koob weit aus dem Tor herausgelaufen war, versuchte der eingewechselte Sebastian Wagner sein Glück und schoss nur knapp aus großer Distanz über das Tor. Ein offener Schlagabtausch entstand, beide Mannschaften verbuchten hochkarätige Chancen für sich. Erst traf Würzburg nach einem abgefälschten Ball die Latte, und dann kam Sand nach einem Eckball frei vor dem Tor zum Abschluss - das hätte das 2:1 sein müssen.

Die zwei Großchancen der Sander in der zweiten Halbzeit täuschten jedoch nicht darüber hinweg, dass die Sander bis auf Standardsituationen keine offensiven Ideen hatten. Der Würzburger FV schaffte es aber wiederum nicht, seine Überlegenheit auszuspielen und seine Torchancen in Treffer umzuwandeln. Letztlich ging das 1:1 für beide Mannschaften in Ordnung.

Auf Tabellenplatz 14 haben die Sander noch beste Chancen, die Relegationsplätze zu verlassen. Die DJK Don Bosco Bamberg hat allerdings einen Punkt mehr und zwei Spiele weniger auf dem Konto. Die Abwehrleistung, die Moral und die Einsatzbereitschaft des FC Sand sind auf hohem Bayernliganiveau - die Offensivkraft derzeit nicht.
FC Sand: Mai - Leim, D.Schlereth (24. Gonnert), Müller, Nöthling, Röder (53. Karmann), Gundelsheimer, A. Schmitt, D. Schmitt, Steinmann (72. Wagner), Reith / Würzburger FV: Koob - Lorenz, Müller (62. Droszcz), Hofmann, Istrefi, Dan, Fries, Ganzinger, Hänschke (81. Drösler), Obrusnik (46. Röcknert), Bauer / SR: Brütting (Effeltrich) / Zuschauer: 300 / Tore: 1:0 Reith (10.) , 1:1 Müller (32.) / Gelbe Karten: Müller, Steinmann, Nöthling / Lorenz, Hänschke, Koob


Fink wirft in Weiden hin

Nach der 0:3-Niederlage bei der DJK Don Bosco Bamberg am Samstag hat Stefan Fink seinen Posten als Trainer bei der SpVgg SV Weiden aufgegeben. Der 56-Jährige sah keine Perspektive mehr, die Truppe wieder auf Kurs zu bringen. Die Pleite in Bamberg war die vierte in Folge 2018, die Oberpfälzer haben nach dem Winter noch keinen Punkt geholt. Interimsweise sprang der Sportliche Leiter Florian Schrepel (36) ein. dme