Der 5:0-Sieg des FC Sand vom vergangenen Wochenende in der Bayernliga Nord gegen den TSV Karlburg hat den Trend der letzten Zeit bestätigt. Die Mannschaft von Trainer Dieter Schlereth befindet sich im Aufwind. Anfang September gab es mit 4:1 gegen den Würzburger FV den ersten Heimsieg der Saison.

Es folgte eine mehr als beachtliche Leistung bei Spitzenreiter SV Seligenporten, auch wenn unter dem Strich eine 1:2-Niederlage zu Buche stand. Dann kam die Partie gegen Karlburg. Nach einer 1:0-Pausenführung handelten sich die Sander nach etwa einer Stunde zwei Rote Karten ein. Zu Neunt spielten sich die "Korbmacher" in einen Rausch und ließen den Aufsteiger abblitzen. Die brandgefährlichen Außen Thorsten Schlereth und Shaban Rugovaj setzten den Karlburgern dermaßen zu, dass sie in den letzten 18 Minuten weitere vier Gegentreffer hinnehmen mussten.

Mit der DJK Don Bosco Bamberg (15.) ist am Samstag um 15 Uhr ein weiteres Team aus dem Tabellenkeller im Seestadion zu Gast. "Eigentlich müssen wir auch in diesem Spiel punkten", hebt Sands Sportlicher Leiter Erich Barfuß die Wichtigkeit der Partie hervor. "Bamberg hat aber weitaus mehr Qualität, als es der Tabellenplatz aussagt."

Es wird für die Sander einmal mehr darauf ankommen, wie Thorsten Schlereth und Rugovaj funktionieren. Sebastian Wagner (fünf Tore) soll die pfeilschnellen Stürmer mit Vorlagen füttern. Zusammen haben die drei FC-Spieler 17 der 20 Sander Tore erzielt. Sie sind die "Lebensversicherung" für das von Dieter Schlereth gerne als "Überlebenskampf" bezeichnete Ziel Klassenerhalt.

FC Sand: Viele Ausfälle

Der FC-Trainer muss neben den vier Langzeitverletzten André Schmitt (Achillessehnenriss), Sven Wieczorek (Beinbruch), Thomas Durst (Knieverletzung) und Luca Zeiß (Bänderriss) die gesperrten Ralph Thomann (4 Spiele) und Mert Topuz (2) sowie den gegen Karlburg verletzt ausgeschiedenen Stammkeeper Stefan Klemm (Muskel- und Sehnenriss im Oberschenkel) ersetzen. Dafür kann er aber mit Abwehrchef Johannes Bechmann und Kapitän André Karmann im Mittelfeld zwei absolute Mentalitätsfußballer in den Kampf schicken. An der taktischen Ausrichtung wird Dieter Schlereth nichts verändern. Seine Elf wird tief stehen, die Passwege zustellen und sich in jeden Zweikampf werfen, um die Ballgewinne für das mustergültige Konterspiel zu verzeichnen.

DJK Bamberg: Erster Auswärtssieg in Abtswind

Bei den Wildensorgern herrscht wie in Sand gute Stimmung. Der 2:0-Erfolg in Abtswind war der erste Auswärtssieg der Saison, dazu zwei glänzend herausgespielte Tore hellten die Mienen bei allen DJK-Akteuren deutlich auf. Die Defizite wurden in allen Mannschaftsteilen abgebaut, so dass unter dem Strich ein laut Trainer Rolf Vitzthum "nicht unverdienter Sieg heraussprang". "Wir hatten leichte Feldvorteile und ein größeres Chancenplus", untermauert Vitzthum seine Einschätzung. Eine ähnliche Konstellation wünscht er sich für "die ganz blöde Aufgabe" in Sand. Seine Aussage bezieht sich auf den Zeitpunkt des Aufeinandertreffens. "Sie gerade jetzt zu erwischen, ist natürlich nicht von Vorteil", spielt der 51-Jährige auf die Energieleistung des FCS in Unterzahl gegen Karlburg an. "Wir fahren dennoch selbstbewusst dorthin und wollen etwas mitnehmen." Bei diesem Unterfangen fehlt ihm neben den länger Verletzten mit dem erfahrenen Nico Wunder (beruflich verhindert) ein wichtiger Eckpfeiler.

Aufgebot: Geier, Zehe - Klauer, D. Schlereth, Bechmann, Steinmann, Karmann, Wagner, Rippstein, Wittchen, Moser, Hart, Tscherner, T. Schlereth, Rugovaj, Markof, Gonnert.