Es gibt für alles ein erstes Mal. Der Spruch traf in verschiedenerlei Hinsicht zuletzt auf die Judoka der SG Eltmann zu. Zum ersten Mal nahmen Rebecca Heidingsfelder und Rainer Nöth, die die Altersgrenze erreicht haben, an der deutschen Meisterschaft der über 30-Jährigen teil, die in Wiesbaden stattfand. Zum ersten Mal in ihrer 46-jährigen Abteilungsgeschichte stellt die Judo-Abteilung aus Eltmann auch einen deutschen Meister, und zu guter Letzt war es für Rainer Nöth auch in seiner Laufbahn der erste deutsche Einzelmeistertitel.

Komplettiert wurde das Eltmanner Trio von Gabi Nürnberger, die allerdings schon wiederholt bei dieser Meisterschaft am Start war, damals noch für den TSV Bad Kissingen. Mit drei Startern war die SG also gut vertreten. Dass am Ende dreimal Edelmetall herausspringen würde, davon wagte im Vorfeld niemand zu träumen. Bei über 400 gemeldeten Startern aus dem gesamten Bundesgebiet hingen die Trauben in vielen Altersklassen recht hoch.

Heidingsfelder kämpfte sich in der Altersklasse F1 souverän durch die Vorrunde. Im Finale traf sie auf Christin Harms aus Bergedorf. Die Eltmannerin begann stark und versuchte, ihre Gegnerin in die Bodenlage zu bringen, wurde aber von Harms gekontert und landete selbst in einer Festhaltetechnik, aus der sie sich nicht mehr befreien konnte. Mit der Vizemeisterschaft kann sie aber sehr zufrieden sein.


Der Haltegriff sitzt

Gabi Nürnberger erreichte ebenfalls das Finale ihrer Altersklasse F6. Gegen ihre Kontrahentin aus Berlin hatte sie in der Vergangenheit schon öfters den Kürzeren gezogen. Diesmal ließ sie aber nichts anbrennen. Aus ihrem Haltegriff gab es für Rohloff kein Entrinnen, und Nürnberger holte den ersten deutschen Meistertitel an diesem Tag nach Eltmann.

Nach einer starken Vorrunde, in der Nöth seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte, stand auch er im Finale der Klasse M1. Ihm gegenüber stand Alexander Timakov aus Kempten. Dieser startete die erste Angriffsaktion. Nöth war aber auf der Hut, wich dem Angriff seines Gegners aus und setzte selbst zur entscheidenden Wurftechnik an. Mit einem krachenden Schenkelwurf (Uchi Mata) beförderte der Unterfranke seinen Kontrahenten auf die Matte und gewann verdient den Titel des deutschen Meisters.

Zwei Titel und eine Vizemeisterin, das ist ein beachtliches Ergebnis für die Judo-Abteilung der SG Eltmann. Die Freude darüber ist natürlich groß. Bleibt abzuwarten, ob alle drei am Ball bleiben und eventuell bei den Europameisterschaften der Senioren an den Start gehen werden.