Nach der überaus starken Vorrunde gab es im neuen Jahr zwei Niederlagen, nun musste das Team in eigener Halle gegen den Tabellendritten aus Regenstauf ran, gegen den es bereits das Hinspiel mit 1:3 verloren hatte. Erneut musste die Mannschaft auf den verletzten Jakob Weis verzichten. Hinzu kam der Ausfall von Maximilian Benkert, den eine Erkrankung außer Gefecht setzte. Wie sich herausstellte, sollte das nicht die einzige Hürde für den VCE II werden, so dass die Eltmanner sich erneut mit 1:3 geschlagen geben mussten.

Im Angriff sehr variabel

Von Beginn an zeigte das Team um Coach Cornel Closca eine forsche Leistung. Eltmann begann vor allem im Angriff sehr variabel, setzte alle Angriffsspieler ein und war auch in Annahme und Abwehr wach. Doch schon in der ersten Phase des Spiels zeigte sich ein Faktor, der es im weiteren Verlauf dem Gastgeber sehr schwer machen sollte: Die Schiedsrichter nahmen Zuspieler Felix Müller zwei Bälle aus dem Spiel, bei denen sie eine Doppelberührung erkannten, verpassten es jedoch auf der Gegenseite, diese harte Linie durchzuziehen und die häufig auffällig unsauber zugespielten Bälle der Oberpfälzer abzupfeifen. Mit 19:25 gab der VCE den ersten Abschnitt aus der Hand und verpasste es gegen Satzende, noch einmal durch mutige Angriffe zu punkten.

Auch im zweiten Durchgang gelang es Eltmann nie wirklich, den Gegner entscheidend in Schach zu halten. Einige Eigenfehler, gepaart mit druckvollen Aufschlägen und Angriffen des Gegners, verhinderten einen frühen Satzerfolg des VCE II. Auch diesen Satz gab der VCE ab - mit 17:25.

Der dritte Satz gibt Hoffnung

Im dritten schien die Mannschaft dann wie ausgewechselt. Aus den Entscheidungen der Unparteiischen schöpfte der VCE in dieser Phase eine Art Trotz-Motivation und machte es dem Gegner zunehmend schwer, zu einfachen Punkten zu kommen. Vor allem Julian Beuerlein, der diesmal von Beginn an sein Können unter Beweis stellen durfte, machte mit mutigen Angriffen auf sich aufmerksam, die fast alle von Erfolg gekrönt waren. Nach einem harten Kampf und ansehnlichen Ballwechseln verkürzte Eltmann mit dem 26:24-Satzerfolg auf 1:2 und wollte auch im vierten Durchgang die gute Leistung fortsetzen.

Schiedsrichter in der Kritik

"Nach dem dritten Satz hatten wir neuen Mut geschöpft, wollten unbedingt den Tiebreak erreichen. Leider war an diesem Tag das Glück nicht auf unserer Seite", meinte der starke Beuerlein nach der Partie. Glück hatten an diesem Tag die Gegner, deren technische Fehler weiter ungeahndet blieben. Für Eltmann war es in der Folge enorm schwer, wieder zum eigenen Spiel zu finden, obwohl der VC phasenweise trotz der verletzungsbedingten Ausfälle ansehnlichen Volleyball zeigte. Am Ende blieb für die Unterfranken die bittere Erkenntnis, dass an diesem Tag mit dieser engagierten Leistung etwas Zählbares hätte herausspringen können.

"Wir halten uns immer sehr zurück mit Kritik an den Unparteiischen. Wenn jedoch alle neutralen Beobachter und sogar der Gegner von einer unterirdischen Schiedsrichterleistung sprechen, kann man, denke ich, unsere besondere Enttäuschung verstehen", fasst VCE-Kapitän Christopher Bühl die Stimmungslage im Eltmanner Lager zusammen.

Die Auswärtspartie, die für den kommenden Sonntag in Eibelstadt angesetzt war, wurde auf den 9. März, 19 Uhr, verlegt.