Die Judo-Damen der SG Eltmann starteten in ihre inzwischen fünfte Zweitligasaison. Die Auslosung für den Saisonauftakt war alles andere als viel versprechend. Die Franken mussten zum Erstligaabsteiger aus Esslingen fahren und trafen dort auf die Mannschaft des Ausrichters und auf den Drittplatzierten des Vorjahres, den BC Karlsruhe. Immerhin holten sie einen Sieg gegen die Gastgeber. Gegen Karlsruhe verlor die SGE.

Einige Absagen machten es notwendig, dass der Eltmanner Trainer Edgar Riedl bei seiner Mannschaftsaufstellung "zaubern" musste. Die Auslosung der Gewichtsklassen ergab folgende Reihenfolge: bis 57 Kilo, bis 78 Kilo, über 78 Kilo, bis 48 Kilo, bis 52 Kilo, bis 63 Kilo und bis 70 Kilo. In der Auftaktbegegnung standen sich die Gastmannschaften aus Eltmann und Karlsruhe gegenüber. Sophia Lacher, neu im SG-Team, bot einen guten Kampf, musste sich aber mit 2:1 Strafen geschlagen geben.

Ganz stark präsentierte sich Rebecca Heidingsfelder, die zwei Gewichtsklassen höher als abgewogen antrat und ihrer Kontrahentin eine Wazaari-Wertung (halber Punkt) zum 1:1-Zwischenstand abtrotzte. In der schwersten Gewichtsklasse lag Andi Bock lange Zeit in Front, ehe sie eine Minute vor Kampfzeitende ihrer Kontrahentin den Sieg überlassen musste. Bis 48 Kilo erhöhte Karlsruhe auf 3:1. Katharina Schuldt, ebenfalls neu im Kader, zeigte, dass sie auf jeden Fall eine Verstärkung ist, und verkürzte auf 2:3.


Ärger über eine umstrittene Disqualifikation

Im nachfolgenden Duell der Klasse bis 63 Kilo kam es zu keiner Auseinandersetzung, weil Janine Grafen wegen angeblich zu kurzer Jackenärmel disqualifiziert wurde. Den bedeutungslosen Kampf der Klasse bis 70 Kilo verlor Rebecca Frank zum Endstand von 2:5 aus Sicht der SG Eltmann. Ein Nachmessen der Jacke ergab trotz mehrmaliger Wiederholung des Vorgangs, dass die Jacke regelkonform war und die Disqualifikation dementsprechend zu Unrecht ausgesprochen wurde.

In der Pausenbesprechung betonte der Eltmanner Coach, dass die Niederlage eindeutig zu hoch ausgefallen sei, und forderte von seinen Kämpferinnen, dass sie den ganzen Frust und Ärger über die unberechtigte Disqualifikation in ihre nächste Begegnung stecken. Gegen den haushohen Favoriten aus Esslingen, im Vorjahr noch in der Bundesliga startend, nahm Eltmann einige Umstellungen vor. So kämpfte bis 57 Kilo nun die langjährige Leistungsträgerin Larissa Spenkuch, und in der 52-Kilo-Klasse ging Verena Buchloh, in dieser Saison ebenfalls neu im Kader, an den Start. Beide machten ihre Sache hervorragend und sicherten ihrer Mannschaft zwei wichtige Punkte.


Auf dem vierten Tabellenplatz

Die beiden übrigen Zähler zum 4:3-Endstand und zum unerwarteten Sieg gegen den Ligafavoriten steuerten Anica Hoyer und Andi Bock bei. Mit nun zwei Pluspunkten steht die Mannschaft nach dem ersten Kampftag auf dem vierten Tabellenplatz hinter Bad Homburg, Altenfurt und Karlsruhe.

Am 4. Juni sind die Eltmannerinnen in Weimar gegen den Tabellenführer aus Bad Homburg und den Gastgeber aus Weimar gefordert. Mit einer ähnlich couragierten Leistung wie diesmal sollten sie auch dann wieder punkten und ihren guten Tabellenplatz festigen können.