Die Eberner gewannen eine Partie im Tiebreak und verloren die zweite ebenfalls nach fünf Sätzen. Trainer Horst Hanke musste auf mehrere Leistungsträger verzichten, Manuel Bauer fiel kurzfristig vor dem ersten Ballwechsel aus, für ihn sprang Thomas Rupprecht in die Bresche. Doch auch dieser verletzte sich, ebenso dann noch Henrik Marquardt mit Knieproblemen. So waren dem Eberner Coach die Hände gebunden, da die Bank nun keinerlei Alternativen mehr zuließ.

Gegen den BSV Bayreuth III gewann die SG Ebern/Seßlach mit 25:17, 27:29, 25:23, 17:25 und 15:13. Der Auftaktsatz stand klar im Zeichen der Eberner, zumal ihnen die Gastgeber das Punktesammeln auch nicht allzu schwer machten, auch wenn die Gäste nach den Spielerausfällen mit einer völlig neuen Formation die Begegnung bestreiten mussten. Weitaus mehr umkämpft war der zweite Durchgang, der in der Verlängerung an die Wagnerstädter ging. Die Sätze 3 und 4 verliefen auf Augenhöhe mit jeweils einem Satzgewinn auf beiden Seiten, sodass die Partie in den Tiebreak ging. Dieser wurde meist von den Gästen bestimmt, die immer vorne lagen, unter anderem mit 14:10. Doch erst mit dem vierten Satzball brachten sie die Partie unter Dach und Fach.


Sehenswerte Aktionen

Der BTS Bayreuth bezwang die SG Ebern/Seßlach anschließend mit 22:25, 9:25, 25:23, 28:26 und 15:8. Die Begegnung bot alles, was Volleyball so interessant macht. Lange Ballwechsel, tolle Angriffs- und Abwehraktionen, ob im Feld oder Block, kennzeichneten die Partie. Zunächst deutete alles auf einen Erfolg der Gäste hin, die vor allem im zweiten Durchgang trotz der Spielerausfälle wie aus einem Guss spielten. Doch hatten sie die Rechnung ohne die Bayreuther gemacht, die sich in keiner Phase geschlagen gaben und nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Marquardt zur Aufholjagd bliesen.

Trainer Hanke standen nun nur noch sechs Aktive zur Verfügung. Somit war ein gewisser Bruch im Eberner Spiel, bedingt auch durch den enormen Kräfteverschleiß, zu erkennen. Es fehlt auch das Glück in verschiedenen Spielphasen.

Schließlich hatten die Eberner im Tiebreak so gut wie nichts mehr entgegenzusetzen, was auch das Ergebnis unterstreicht. Nach dreieinhalb Stunden waren die beiden Schlachten über zehn Sätze geschlagen, und die Eberner Mannschaft hatte sich konditionell und mental total verausgabt.