Wer hätte das gedacht? Nach Ablauf der Vorrunde und drei Rückrundenpartien liegt der TSV Pfarrweisach unter Spielertrainer Florian Kraus und Co-Trainer Daniel Schneidawind auf dem ersten Tabellenplatz in der Fußball-Kreisliga Coburg/Lichtenfels. Unser Mitarbeiter Wolfgang Dietz nahm die Gelegenheit wahr, um in der momentan spielfreien Zeit mit Kraus ein kurzes Gespräch zu führen.

Worauf führen Sie diesen großartigen Erfolg zurück?
Florian Kraus: Wir haben versucht, neue Wege zu gehen, vor allem im Bereich Taktik und Regeneration. Die Spieler nehmen die regenerative Behandlung regelmäßig in Anspruch. Dadurch minimieren sich die Verletzungen in unserem kleinen Kader. All diese Maßnahmen sind gute Bedingungen, um sich als Spieler beim TSV Pfarrweisach fußballerisch gut weiterentwickeln zu können.

Gab es trotz der erfolgreich verlaufenen Vorrunde auch Schwächen, die es gilt, in der Rückrunde unbedingt noch abzustellen?
Niemand spielt fehlerfrei, aber wir haben es geschafft, dies auf ein Minimum zu reduzieren. In dieser jungen Mannschaft steckt ein unglaubliches Potenzial. Wir wollen uns, wie bisher auch, stetig weiterentwickeln, um die bevorstehenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Wichtig ist auch, sich in schwierigeren Situationen an die Vorgaben zu halten und einen kühlen Kopf zu bewahren. So hat man die besten Aussichten auf Erfolg.

Wie sah es mit größeren Verletzungen und sonstigen Ausfällen von Stammspielern aus? Und wenn ja, laufen diese nach der Winterpause wieder auf?
Mit Verletzungen haben wir wenig Probleme. Das zeigt auch, dass wir richtig trainieren und die regenerativen Maßnahmen wirken. Dennoch haben wir einen Ausfall für die Rückrunde zu verzeichnen, was schwer wiegt, da er ein Aktivposten auf zentraler Position ist.

Wie überbrücken Sie mit Ihrem Team die Winterpause? Ruht der Ball oder werden andere Aktivitäten unternommen?
Die Pause dient vor allem der Erholung, um auch mal abschalten zu können. Es wird in der Halle trainiert, was auf freiwilliger Basis stattfindet. Bei einem Hallenturnier konnten wir als Titelverteidiger ein sehr guten zweiten Platz belegen.

Wie sieht es im Umfeld beim TSV Pfarrweisach aus? Passt dieses, unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Vorstand oder der Spielleitung oder mit den Jugendtrainern und Betreuern?
Die Atmosphäre beim TSV ist sehr gut - das spielt für den sportlichen Erfolg eine große Rolle. Wir arbeiten alle eng zusammen, um die Mannschaften optimal auf die bevorstehenden Herausforderungen einzustellen. Man ist sich zudem bewusst, dass die Jugend für den Erfolg in der Zukunft entscheidend ist. Auch deswegen wurden Herrenspieler als Jugendtrainer integriert. Auch die Zusammenarbeit mit der A-Jugend ist sehr eng, wobei die Spieler nicht überbelastet werden sollen und der Einsatz in der Jugend Vorrang hat. Trotzdem ist es gut, wenn sie bereits Erfahrungen im Herrenbereich sammeln.
Wie sieht Ihr Saisonziel nach dem starken Abschneiden bisher aus, welchen Gegner stufen Sie besonders stark ein?
Saisonziele spielen für uns keine Rolle. Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und unsere vorhandenen Mittel ausschöpfen. Am stärksten einzustufen sind Sonnefeld, Staffelstein und Ebersdorf, die aufgrund ihrer finanziellen und personellen Mittel allerdings mehr Druck haben als wir.

Wann steigt die erste Trainingseinheit , steht das Vorbereitungsprogramm weitgehend?
Wir starten unsere Vorbereitung Mitte Februar. In den Trainingseinheiten und den Testspielen gegen starke Gegner wollen wir zum Start gut gerüstet sein, um die bevorstehenden Aufgaben bewältigen zu können.