"Auch oder gerade weil wir eine kleine Truppe sind, schweißt uns das irgendwie zusammen", freute sich Haßfurts Spielertrainer Rafael Popek einerseits, nachdem er und die restlichen zwölf "Hawks" bei ihrer Auswärtspartie am Freitagabend in der Landesliga Nord wenigstens nicht leer ausgingen. Beim 3:3-Unentschieden (0:1, 3:0, 0:2) im teilweise dichten Schneetreiben im Freisinger Freiluftstadion wäre aber mehr möglich gewesen.
"Im Anbetracht der äußeren Bedingungen müssen wir leider mit dem einen Punkt leben", sagte Popek einen Tag nach seinem 34. Geburtstag. Er räumte aber ein, den zweiten Spielabschnitt "etwas verschlafen" zu haben. Denn nachdem Eugen Nold die Unterfranken nach achteinhalb Minuten in Führung gebracht hatte, ließen sie während der zweiten 20 Minuten vor allem Marcus Mooseder zu oft aus den Augen. Die Folge: der Angreifer der "Black Bears" gab ESC-Torwart Daniel Sellerer gleich drei Mal das Nachsehen und erzielte drei Treffer (22./29./33.).

38 Sekunden für den Anschluss


Immerhin gaben sich die Haßfurter Puckjäger, die auf Peter Cerny und Frederic Rambacher (beide privat verhindert) verzichten mussten, nicht vorzeitig geschlagen. Eugen Nold gelang bereits 38 Sekunden nach Wiederbeginn im Schlussdrittel der 3:2-Anschluss (41.), während Rafael Popek sich selbst mit dem Ausgleichstor zum 3:3 (50.) ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machte. Auch, wenn dann noch die Möglichkeit für den Siegtreffer vorhanden war, zeigte sich der 34-Jährige mit dem dritten Auswärtsunentschieden der Saison einverstanden und ließ das Wort "Punktgewinn" gelten. "Wir hatten den Gegner leider nur 40 Minuten im Griff und nicht 60. Dennoch haben wir, wie schon in Pegnitz, wieder Moral bewiesen." Ein Wermutstropfen ist die Verletzung von Jan Karg, der nach einer Verletzung am Finger zum Nähen ins Krankenhaus musste. Ob und wie lange der 18-Jährige nun ausfällt, ist unklar.