Das Begehren des Sander Trainers Uwe Ernst nach einem Sieg über den Aufsteiger DJK Ammerthal in der Fußball-Bayernliga Nord wurde von seiner Mannschaft auf Grund einer starken zweiten Halbzeit erfüllt. In der Pause musste Ernst seine Spieler aber nochmals eindringlich an ihre Aufgaben erinnern, denn in den ersten 45 Minuten zeigte sich die DJK Ammerthal vor 300 Zuschauern als ein ernst zu nehmender Gegner, der selbst hätte in Führung gehen können.

Allerdings vergaben die DJK-ler zwischen der 25. und 40. Minute mehrere ausgezeichnete Möglichkeiten. Und im gleichen Umfang, wie sich die Hausherren im zweiten Spielabschnitt steigerten, bauten die Gäste ab. Da half auch nicht, dass sich Gästetrainer Torsten Holm nach Spielschluss wegen mehrerer Abseitssituationen und anderer Entscheidungen bitterlich über den Schiedsrichter beklagte.


Nöthling verletzt sich beim Aufwärmen

Einen kleinen Schock hatte der FC Sand bereits vor der Begegnung wegzustecken, denn beim Aufwärmen verletzte sich Stefan Nöthling und musste durch Kevin Steinmann ersetzt werden. Im Spiel waren die Hausherren aber gleich voll da, denn bereits in der 5. Minute hatte Thorsten Schlereth nach Zuspiel von Tevin McCullough eine erste Möglichkeit, die Gästetorhüter Schumacher vereitelte.

Im weiteren Spielverlauf lieferten sich beide Mannschaften eine schnelle und abwechslungsreiche Begegnung. Ab etwa der 25. Spielminute verzeichnete die DJK Ammerthal spielerisch ein leichtes Übergewicht. Sie arbeitete sich auch gute Tormöglichkeiten heraus. In der 26. Minute musste der Sander Spielführer Daniel Krüger zusammen mit Torhüter Simon Mai alles riskieren, um Abadjiew am Abschluss zu hindern, und nach der anschließenden Ecke und einem Kopfball von Haller schlug Kevin Steinmann das Leder von der Torlinie. Jonczy (31.) wurde in aussichtsreicher Position vom bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung stark spielenden Daniel Krüger gestoppt. In der 35. Minute lenkte Innenverteidiger Manuel Müller eine gefährliche Flanke mit den Kopf zur Ecke.


Die richtigen Worte gefunden

Nach diesen kritischen Minuten fing sich die Sander Mannschaft wieder. "Uwe Ernst hat in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden", sagte der verletzte Co-Trainer Stefan Nöth-ling nach dem Spiel. Die Hausherren spielten nun wesentlich aggressiver. Der starke Marc Fischer hatte die ersten beiden Chancen, darunter ein Pfostenschuss. In der 58. Minute kam der FC Sand zu seinem umjubelten Führungstreffer. Andre Schmitt setzte sich mit einen schellen Antritt durch, traf mit seinem Linksschuss aber erneut nur den Pfosten. Doch Neuzugang Tevin McCullough war zur Stelle und schoss aus kurzer Entfernung ein.

Die nun stark auftrumpfenden Sander setzten nach und nutzen die Unordnung in der Gästeabwehr. Nach einem Zuspiel von Fischer hatte Thorsten Schlereth in der 59. Minute nur noch den Gästetorhüter vor sich, doch sein überlegter Schuss ins lange Eck landete zum dritten Mal in diesem Spiel "nur" am Pfosten. Doch Schlereth haderte nur kurz, denn zwei Minuten später wurde er vom agilen McCullough mit einen Hackentrick in Szene gesetzt und schraubte das Ergebnis mit einem satten Schuss auf 2:0. Die DJK Ammerthal probierte zwar nochmals, ins Spiel zurückzukommen, doch die Verteidigung der Heimelf, allen voran der kopfballstarke Manuel Müller und der Kämpfer Andre Karmann, ließ nichts anbrennen. Das klar bessere Team war der FC Sand, der bei seinen herausgespielten Kontermöglichkeiten weitere Treffer auf dem Fuß hatte. Doch Thorsten Schlereth (72.) der eingewechselte Lucas Wirth (85. und 87.), Dominik Rippstein (86. ), Simon Bube (88.) und Sebastian Wagner (ebenfalls 88.) ließen gute Chancen aus.


Treffer in der Nachspielzeit

Erst in der Nachspielzeit schloss Simon Bube einen schönen Spielzug, ausgehend von Dominik Rippstein über Sebastian Wagner, mit dem 3:0-Endstand ab. Trainer Uwe Ernst sagte: "Wie in Aubstadt, so hat unsere Mannschaft auch heute in der zweiten Halbzeit ein Klassespiel gezeigt. Im ersten Durchgang waren wir noch zu weit von den Gegenspielern weg. Hoffentlich sind die Verletzungen von Stefan Nöthling und Daniel Krüger nicht so schlimm, denn bei unserem nur dünn besetzten Kader brauchen wir jeden Spieler."