Auf dem Weg in die Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost hat der FC Sand in seinem ersten Relegationsspiel auf eigenem Platz am Mittwochabend nicht das gewünschte Ergebnis erzielt. Die Sander führten zwar zwischenzeitlich gegen den "Schleuderplatz"-Inhaber der Bezirksliga, SV Riedenberg, mit 2:0, mussten sich aber am Ende mit einem 2:2 begnügen, da die Gäste in der Schlussphase zweimal trafen. Das Rückspiel wird am Samstag, 27. Mai, um 16 Uhr in Riedenberg (Rhön) ausgetragen.

In seinem Bestreben, nach dem vergeblichen Versuch im Vorjahr diesmal über die Relegation in die Bezirksliga einzuziehen, stand sich der FC Sand II im Grunde genommen selbst im Weg. Mit 2:0 war die Heimelf gegen den Noch-Bezirksligisten SV Riedenberg vor 543 Zuschauern in Führung gegangen, am Ende stand ein wenig befriedigendes 2:2. Wobei Sand durchaus den Sack hätte zumachen können, was die Spieler jedoch nur halbherzig angingen und Riedenberg dadurch den Zugriff auf das Spiel übergaben.

Die erste Halbzeit war, was die sogenannten "zwingenden Torchancen" anging, relativ ruhig. Irgendwie hatte man den Eindruck, als wenn nicht nur Riedenberg, sondern auch Sand eher abwartend spielte. Der Gastgeber besaß ein optisches Übergewicht und ließ hinten auch kaum etwas zu. Nach vorn allerdings herrschte gepflegte Einfallslosigkeit. Somit musste Kollege Zufall den Sandern hilfreich zur Seite springen. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff durch den souveränen Unparteiischen Felix Meding (Giebelstadt) spielten sich die Sander richtig gefühlvoll in den Riedenberger Strafraum, der Ball irrlichterte zwischen Spielern beider Mannschaften hin und her, Simon Roppelt fasste sich ein Herz und drosch den Ball aus 15 Metern entschlossen zum 1:0 in die Maschen.


Nach der Pause aggressiver

Mit dieser doch etwas unerwarteten Führung im Rücken kam Sand aggressiver aus der Kabine und wollte direkt das Kommando übernehmen. Doch dieser Schuss ging zunächst nach hinten los. Nach einer Rückgabe rutschte Patrick Krienes auf dem mittlerweile gut beregneten Boden weg. Der Ball kam zu SV-Angreifer Dominik Fröhlich, der sah den besser postierten James Galloway - und der jagte die Kugel weit über den benachbarten Kunstplatz hinaus. Kurz darauf versemmelte Fröhlich selbst eine weitere Riesenchance, was sich wie so oft rächte. Über links setzte sich der wieselflinke und stets gefährliche Lukas Hager durch, ein Pass in den Rücken der Abwehr, und Tobias Mantel bedankte sich mit einem satten Schuss ins lange Eck zum 2:0 (52.).

Und anstelle an genau dieser Stelle anzuknüpfen und das 3:0 zu machen (der schön freigespielte Hager lupfte den Ball aus 14 Metern in die Arme von SV- Torwart Florian Dorn), zog sich Sand mehr und mehr aus dem Spiel zurück und machte Riedenberg stark. Einer solchen Einladung mochte sich der SV nicht entziehen: 78. Minute, 2:1, Benedikt Carton. Riedenberg bekam Oberwasser, Sand schwamm. 86. Minute: 2:2, Stefan Wich unter tatkräftiger Mithilfe von FC-Schlussmann Fabian Zehe.

Ein Trupp Fans des Kreisliga-Meisters TSV Knetzgau feuerte die Sander an, Profit daraus schlugen aber die Riedenberger: Philipp Dorns Flugkopfball traf nur die Latte. "Um das 2:1 haben wir regelrecht gebettelt, wir waren nicht konsequent genug", sagte FC-Spielleiter Andreas Zösch. "wir dürfen froh sein, dass es beim 2:2 geblieben ist. Bringen wir die Leistung des zweiten Teils der ersten Halbzeit, müssen wir keine Angst haben". Die Ausgangslage für das Rückspiel am Samstag sei für ihn "gut, ich bin zuversichtlich, weil die Mannschaft Moral bewiesen hat und gut wieder zurückgekommen ist".