Es ist noch nicht das neue städtische Parkkonzept, das da greift. Aber die vielen freien Stellplätze in Klein-Nürnberg sind seit Wochenbeginn doch etlichen Stadtbesuchern aufgefallen. Der Grund? Zum Wochenende sind Sozialstation und Beratungsdienste der Caritas in die neuen Räume in der einstigen "Geng-Kantine" im früheren Bundeswehrareal umgezogen.

Diese Räume, auf zwei Etagen verteilt, waren im Vorfeld von der Stadt als Eigentümerin gemäß den Wünschen der Caritas für den neuen Mieter umgestaltet worden. Damit hat die Raum- und Parkplatznot für die 19 Caritas-Bediensteten ein Ende. Vom Zeitplan her eine Punktlandung.

Eine mögliche Nachnutzung für das einstige Kaplanshaus der Eberner Benefiziumsstiftung gibt es auch schon. "Wir möchten darin Asylbewerber unterbringen", hat Pfarrer Rudolf Theiler unserer Zeitung bereits vor einigen Wochen wissen lassen. Eine entsprechende Abnahme durch Vertreter des Landratsamtes habe schon stattgefunden. "Die Räume eignen sich für zwei Familien." Doch vorher erfolge noch eine Zwischennutzung durch einen anderen Mieter, teilte Theiler aktuell mit.

"Der Umzug hat reibungslos geklappt. Dies insbesondere, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bienenfleißig dabei waren und dennoch störungsfrei gleichzeitig die Versorgung der Patienten und Klienten gewährleistet haben", schwärmte Caritas-Geschäftsführerin Anke Schäflein nach dem Kraftakt zum Wochenende.

Alle packten zusammen an

Zudem hätten die beiden Leitungen der Sozialstation, Pflegedienstleiterin Bettina Eckstein und ihre Stellvertreterin Sabine Paeth, die Umsiedlung im Vorfeld perfekt vorbereitet. "Von unserer Geschäftsstelle in Haßfurt und den in Ebern tätigen Beratern waren ebenfalls viele eifrig am Werkeln."

Die Vorzüge der neuen Räumlichkeiten an der Südseite des einstigen Wirtschaftsgebäude der Bundeswehr liegen für die Geschäftsführerin auf der Hand: "Insgesamt freuen wir uns sehr auf unser zukünftiges Arbeiten in den hellen, barrierefreien Räumlichkeiten, die im Umfeld gut eingebunden sind. Die Erreichbarkeit für außenstehende Personen ist ebenfalls deutlich verbessert, insbesondere wegen der entspannten Parksituation vor unserer Sozialstation Ebern."

Die einstige Kaserne entwickele sich zusehends zu einem "Umschlagplatz für Dienstleistungen" aller Art, da bereits die Rettungswache des Roten Kreuzes und die Arbeiterwohlfahrt in unmittelbarer Nachbarschaft angesiedelt sind. Anke Schäflein: "Eine gute Sache für Ebern, wie ich finde. Wir sagen herzlichen Dank allen Beteiligten und freuen uns, dass auch wir unseren Platz in der Graf Stauffenbergstraße finden konnten."