"Claudia Gigglberger ist eine Kollegin, die die leisen Töne bevorzugt. Sie ist dem Neuen gegenüber aufgeschlossen. Eigeninitiative, die Freude an der Entdeckung von didaktischem und pädagogischem Neuland und Organisationstalent prädestinieren sie für die Übernahme dieser leitenden und verantwortungsvollen Funktion." Dies betonte Schulamtsdirektorin Claudia Schmidt bei der offiziellen Amtseinführung von Rektorin Claudia Gigglberger an der Grundschule Kirchlauter. Nach dem Weggang von Rektorin Antje Schorn an die "Dreibergschule" in Knetzgau wurde damit die vakant gewordene Führungsposition an der Schule in Kirchlauter wieder besetzt.
Stellvertretende Schulleiterin Simone Röth hieß die neue Schulleiterin herzlich willkommen und verglich die Schule mit einem Bienenstock, in dem es "ein ziemliches Gewusel" gebe und einem beim Hinschauen angst und bange werden könnte. Bei den Bienen sei aber alles strukturiert und durchdacht, und ebenso stimme das Bild der fleißigen Biene. Die wichtigste Aufgabe komme aber der "Bienenkönigin" zu: "Du bist unsere Bienenkönigin, und mit Ruhe und Feingefühl lenkst Du schon seit Wochen diese Schule."
Diese Kinder sorgten auch für die musikalische Umrahmung der Feier: der Chor der Klasse 4a mit einem Liedbeitrag, Amelie Geiling und Ted Wipke auf dem E-Piano mit Solo-Einlagen.
Schulamtsdirektorin Schmidt betonte, dass man die Grundschule Kirchlauter zwar eher als eine kleine Grundschule bezeichnen könne. Doch dieses Prädikat solle keinesfalls die geleistete Arbeit mit und für die Kinder schmälern. "An dieser Schule kennt man sich, keiner der Schüler wird übersehen und jeder der Beteiligten hat die Möglichkeit, sich einzubringen", erläuterte Schmidt.


Enge Zusammenarbeit

Wesentlich werde die Qualität einer Schule durch das gemeinsame, verantwortliche Streben und Bemühungen nach Bildung und Erziehung bestimmt. Geforderte pädagogische Inhalte seien qualitativ hochwertig nur durch eng abgestimmte Zusammenarbeit und permanente Absprachen zwischen Kollegium und Schulleitung auf der einen sowie Eltern und Lehrerschaft auf der anderen Seite möglich. "In diesem konzertanten Spiel hat die Schulleitung den Dirigentenstab inne, also die Schlüsselfunktion", meinte die Schulamtsdirektorin und führte ein Zitat von Papst Benedikt an: "Für alle am Lern- und Erziehungsprozess Beteiligten ist nicht die einmalige Sonderleistung gefragt, sondern die tagtägliche Bewährung."
Der Schulverbandsvorsitzende, Bürgermeister Karl-Heinz Kandler, sprach der Grundschule einen hohen Stellenwert in der Gemeinde zu. Der neuen Schulleiterin gehe ein ausgezeichneter pädagogischer Ruf voraus. "Deshalb dürfen wir uns glücklich schätzen, dass ihr beruflicher Werdegang sie an unsere Schule geführt hat", sagte Kandler. Für ihre verantwortungsvolle Arbeit wünschte er der neuen Schulleiterin viel Freude und Erfolg.
Diesen Worten schloss sich die Breitbrunner Bürgermeisterin Gertrud Bühl an. Sie meinte, Bildung sei das Entzünden von Flammen, was auch dem Schulmotto "Mit Freude lernen" entspreche. Auch sie bot eine fruchtbare Zusammenarbeit an.
Der Personalratsvorsitzende, Matthias Weinberger, verglich die Arbeit einer Schulleiterin mit der eines Gärtners, der verschiedene Pflanzen zu pflegen habe. Jede müsse aber die ihrer Art angemessene Pflege erhalten. Das sei in der Schule mit den Schülern nicht anders.


"Buschtrommeln gehen schnell"

Elternbeiratsvorsitzender Norbert Reinwand meinte, die Anspannung bei den Eltern sei zu Beginn des Schuljahres sehr groß gewesen. "Mittlerweile hört man nur Positives - bei uns gehen die Buschtrommeln sehr schnell, und die Schulkinder haben Sie schon ins Herz geschlossen." Ebenso könne er positive Meldungen aus dem Elternbeirat bestätigen. So überreichte er der neuen Rektorin zum Neubeginn eine Schultüte mit Produkten aus den "Heiligen Ländern".
Auch Brigitta Werner zeigte sich namens des Kollegiums beeindruckt von der menschlichen und angenehmen Art der neuen Schulleiterin. Man habe sie schon in den ersten Wochen als eine sehr tatkräftige und kompetente Schulleiterin erlebt. "Dabei arbeitest Du lang und hart, kümmerst Dich um Deine Schule, die Kinder, Eltern und das gesamte Team. Wir freuen uns riesig darüber, dass Du da bist."
Rektorin Claudia Gigglberger gab ihrer Freude Ausdruck, "bereits am Anfang so viel Glück zu haben und so gute Mitstreiter an meiner Schule vorzufinden". Sie stellte sie auch gleich in den Mittelpunkt, jeden mit einem Zahnrad ausgestattet, und am Schluss sollten alle Zahnräder ineinandergreifen. Dazu zählten die Bürgermeister, die Vertreter der Kirche, die Schüler, Eltern, die Verwaltungsangestellte und die Palette ging bis zum Lehrerkollegium und den Reinigungskräften.
Die neue Schulleiterin nannte aber auch ihre Ziele für eine gute Schule und erachtete genau diese gute und effiziente Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen allen Beteiligten für besonders wichtig.