Eine perfekte Amtsübergabe zelebrierten dabei der alte und der neue Landrat, da Rudolf Handwerker und Wilhelm Schneider gemeinsam mit Brauerei-Chef Dominik Eichhorn das Fass anstachen. Die Organisatoren der Dorfgemeinschaft hatten am Vorabend zur Landrats-Stichwahl somit ein glücklichen Händchen bewiesen und den späteren Sieger ausgewählt.

Politisch und dennoch lustig ging's dann auch danach zu, da Horst Gehring als Ausscheller wie auch das "schräge Theater" so manche Begebenheit aus dem Dorfgeschehen glossierten. Der Theatergruppe hatte es besonders die verkorkste Schlachtschüssel zur Kirchweih angetan, samt der Kritik des betroffenen Wirtes an den Lebensmittelüberwachern, die Probleme hatten, einen Bocksbraten vom Kesselfleisch zu unterscheiden.

Problem des Fräuleins der Post

Auch der Hauptstraßen-Streit war nicht nur für die "Helga von der Post" ebenso wie das Hochwasser an der Paßmühle von Wichtigkeit.

Jede Menge Neuigkeiten gab auch Horst Gehring als Ausscheller bekannt. Dabei griff er einige aktuelle Entwicklungen auf. Beispielsweise die Bürgermeister-Abwahl, da das neue Gemeindeoberhaupt bei seinem bisherigen Arbeitgeber schon den Vorruhestand eingereicht hatte. "Jetzt hat er wieder einen Fulltime-Job.". Gehring ließ kaum ein Thema aus - vom Limburger B ischof bis zu den olympischen Winterspielen in Sotschi, wo es so warm war, dass die Sportler in kurzärmeligen Trikots antraten.

Auch für die Bürgermeisterwahl in Königsberg hatte der Ausscheller eine plausible Erklärung: "Die wollten einfach nur mal wieder schwarze Zahlen schreiben."

Auch der arme Uli Hoeneß blieb der Starkbier-Spott nicht erspart: "Er wechselt für 23 Millionen in die JVA Landsberg." Ein entsprechend gestreiftes "Trikots" hatte Gehring gleich zur Hand.

Weiter knöpfte sich Gehring einige "Verkehrsprobleme" vor. So bemängelte er, dass die Bürgermeister aus Eltmann und Kirchlauter noch immer keine Frau gefunden haben. Sein Tipp: "Drei Viertel der Frauen im Kirchlauterer Gemeinderat sind noch zu haben."

Beklagt wurde, dass die Buckelpiste in Richtung Ebelsbach nicht hergerichtet werden kann, weil dort der Biber knabbert. Und auch für die Kollegen aus Ebern hatte der Polizeibeamte Spott parat, da sie bei der Suche nach einem Mann in Neubrunn zwei Mal gegen einen Betonpoller gefahren sein sollen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Neubrunner Dorfmusikanten, durch das Programm führte bei der Jubiläumsveranstaltung, es war die zehnte Auflage, Ewald Stretz.