Ehe sich die Radprofis Mitte Mai im Landkreis Haßberge abstrampeln, haben sich andere schon die Hacken abgelaufen. Seit Wochen laufen in den beiden Etappenstädte Ebern und Haßfurt auf Hochtouren, um sich im Rahmen der Bayern-Rundfahrt den vielen Gästen und Fernsehzuschauern als sympathische Gastgeber zu präsentieren.

Die Bayern-Rundfahrt, eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen auf die Tour de France, startet am Dienstag, 12. Mai, in Regensburg. Über Waldsassen und Selb geht es am Freitag nach Christi Himmelfahrt, am 15. Mai, nach Ebern. Von Kloster Banz kommend führt die Tour von Gleußen und Hemmendorf den Landsbach hinauf über Losbergsgereuth, Ottneuses, Treinfeld und Lind nach Ebern, wo in der Gleusdorfer Straße das Ziel aufgebaut wird, das drei Mal durchfahren wird, da die Runde über Losbergsgereuth und Treinfeld/Lind auf der Ortsverbindungsstraße drei Mal gefahren wird.

"Dem Veranstalter Ewald Strohmeier gefiel die Kurve am Streitsgarten so gut", weiß Helen Zwinkmann von der Tourist-Info aus den Vorbesprechungen. Sie musste auch die Quartiere für rund 180 Gäste aus dem Tross buchen, da Organisatoren, Polizisten und Sponsoren in Ebern übernachten werden. "Rund um Ebern gibt es an diesem Abend kein freies Bett mehr."

Die Fahrer selbst werden nach der Zieleinfahrt in der Gleusdorfer Straße auf Höhe der Dreifachturnhalle am Friedrich-Rückert-Gymnasium, die gegen 16 Uhr stattfindet, weiter nach Haßfurt gebracht, wo am Samstag, 16. Mai, ein Einzelzeit-Fahren auf dem Programm steht, bei dem die Profis eine halbe Stunde lang rund um die Kreisstadt in Richtung Knetzgau düsen.

Am Sonntag, 17. Mai, geht es dann ab 10.45 Uhr von Haßfurt auf die Schluss-Etappe in Richtung Nürnberg, wobei die Strecke über Westheim, Eschenau, Fabrikschleichach und Prölsdorf bis Burgwindheim führt.

Weit gediehen sind die Vorbereitungen in Ebern, wo Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) schon mehrere Beratungsrunden einberufen hat. So schwebt ihm in Zusammenhang mit der Bayern-Rundfahrt an diesem "Brückentag" ein Sporttag aller Eberner Schulen vor "rund ums Fahrrad".

Auch sollen Vereine und Gastronomie einbezogen werden. Innerhalb des Radclubs, den Hennemann bekanntermaßen mitbegründet hat, gibt es Überlegungen, Christi Himmelfahrt für ein "Jedermann-Rennen" zu nutzen, wobei auf die Strecke der Profis zurückgegriffen wird.

Seitens der Stadt ist auch schon geklärt, dass zwei Agilis-Nachmittagszüge während des Rennens nicht bis Ebern, sondern nur bis Treinfeld fahren, weil die Bahnstrecke mehrfach überquert werde, ehe es durchs Treinfelder Torbogenhaus geht