Tolle Fotos hat Ilona Elflein aus Unterpreppach eingefangen. Ihr kleiner Sohn Felix machte seine Mama auf Vögel vor dem Haus aufmerksam. Die Mama, eine leidenschaftliche Fotografin und Zweite Vorsitzende des Foto-Creativ-Kreis Ebern, holte ihre Kamera mit einem 600 Millimeter Teleobjektiv und nahm die gefiederten Freunde durch den Sucher ihrer Kamera "aufs Korn."

Etwa sieben Falken

Etwa zehn bis 15 Meter vor ihrer Haustüre entfernt tummelten sich bis zu sieben junge Turmfalken, die in diesen Tagen häufig auf ihren Übungsflügen über dem Altdorf von Unterpreppach zu beobachten sind. Manchmal lassen sie sich auf den Spitzen der Bäume am "Preppachbach" nieder, um dann wieder ihre Runden zu drehen, ihre Schwingen auszubreiten, sich vom Wind treiben zu lassen.

Glück für die Fotografin, wenn sie diese Tiere in freier Natur so nah vor die Linse bekommt. Fotos, wie die von Ilona Elflein, können meist nur in Parks und Gehegen "geschossen" werden. Die Fotos vor ihrer Haustüre waren wohl nur möglich, weil es sich noch um sehr junge Tiere handelt, die erst seit einigen Tagen flugfähig wurden und ihre Umgebung erkundeten. Die heute im deutschen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung "Turmfalke" weist darauf hin, dass Turmfalken auch menschliche Bauwerke als Brutplatz nutzen und dabei bevorzugt in den obersten Regionen nisten. In diesem Fall dürfte es der Turm der örtlichen Kirche sein.

Dort jedenfalls war oder ist zu beobachten, dass die Alttiere in der Brutzeit häufig anfliegen, um den Nachwuchs mit Nahrung zu versorgen. Im Jahr 2007 war der Turmfalke Vogel des Jahres in Deutschland.