Am Dienstag bekamen sie ihr eigenes Autokennzeichen wieder, seit Donnerstag haben sie ihre eigene Hymne - und in ein paar Tagen kommt Star-Rapper Sido. Die Sterne meinen es derzeit gut mit den Ebernern. Und auch der Radio-Sender Antenne Bayern, der für die Heimat-Hymne und Sido-Auftritt verantwortlich zeichnet.

Da staunten nicht wenige der Radiohörer, als der Sender um 8.14 Uhr eine (Lobes-)Hymne auf Ebern anstimmte. Seit zwei Wochen läuft beim Münchner Privatsender mit Sitz in Unterföhring eine Aktion, wonach sich Hörer ein Lied auf ihre Heimatstadt wünschen können. Als erste Gemeinde Unterfrankens war nun die einstige Kreisstadt im Baunachgrund an der Reihe. Und prompt kamen die Kreisel zur Sprache - und zwar der an der Heubacher Kreuzung.

Ebern vorgeschlagen hatte Juliane Prill (57) aus der Mannlehen-Siedlung, die dem Antennen-Bayern-Team der "Morning-Show" um Moderator Wolfgang Leikermoser auch die entsprechenden Tipps gegeben hat. Am Dienstag hatte sie die Bewerbungs-E-mail abgeschickt ("was die andern könna, könna mir auch"), am Mittwoch kam schon der Rückruf der Radio-Redaktion.



In der Mail hatte die Hausfrau Ebern als schönstes Kegelspiel Frankens, die Landschaft und den Zusammenhalt wie beim EBN-Kennzeichen angepriesen. "Aber beim Rückruf hatten die schon viel mehr gewusst und mir das fast in den Mund gelegt."

Gefreut hat sich Juliane Prill über den Text dann doch. "Ich bin sehr zufrieden. Das ist die bisher beste Heimat-Hymne", urteilt die Antenne-Stammhörerin, die sich besonders darüber freut, dass der Song von Michl Müller gesungen wird, den sie schon in Rentweinsdorf live erlebt hat. "Der kennt doch unsere Gegend."

Beispielsweise lobte das Autorenteam das Freibad mit seinem Sprungturm, was dann auch vom Unterfranken Michl Müller, der auch schon beim Altstadtfest im Rathaushof aufgetreten ist, entsprechend besungen wurden.
In dem Song mit einer Länge von 1,5 Minuten, angelehnt an den Hit "Pompeji" der Band "Bastille", geht es weiter um den Kreisverkehr an der Heubacher Kreuzung, um Pfarrer Rudolf Theiler und den neuen Bürgermeister Hennemann ("beide kommen bei den Frauen gut an"), den Grauturm mit seinem Glockenspiel und um das Stadtwappen mit der "sehr geilen Sau", was zu dem Urteil führt, dass "Ebern eine geile Stadt ist".