Ein Gradmesser für den Besucherandrang beim Ostermarkt in Prölsdorf sind immer die geparkten Autos. Am Montag standen sie auf den Straßen in Richtung Untersteinbach sowie Schindelsee und Schönbrunn teilweise einen Kilometer außerhalb von Prölsdorf. Es war viel los beim 32. Ostermarkt in Prölsdorf. Im ganzen Ort herrschte dichtes Gedränge. Die etwa 110 Verkaufsstände waren eng umlagert, und die Ortsvereine hatten alle Hände voll zu tun, um die Besucher, die in die Tausende gingen, mit Essen und Trinken zu versorgen.

Der 32. Ostermarkt am Montag war das glatte Kontrastprogramm zum Ostermarkt 2017. Vor einem Jahr hatte es geschneit; es ging wenig. "Letztes Jahr war gar nichts. Wir haben nicht einmal 20 Seidla Bier verkauft", erinnerte sich ein Helfer im Stand des Sport-Clubs Prölsdorf an den 31. Ostermarkt. Diesmal hatte er gut zu tun. Lachend schob er, Slalom laufend zwischen den Menschen, am Montag einen Sackkarren mit drei Kästen Bier und einem Fass darauf zum Verkaufsstand des Vereins an der Marktstraße.

"Letztes Jahr haben wir Glühwein getrunken", rief der Rauhenebracher Bürgermeister Matthias Bäuerlein ins Gedächtnis zurück. Jetzt am Ostermontag schien die Sonne auf den Ort und die Besucher des Marktes. "Das ist hervorragend", freute sich der Bürgermeister.

Guter Dinge war auch Johannes Raab, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Markt Prölsdorf. Das ist ein Zusammenschluss der Prölsdorfer Vereine, der seit 15 Jahren den Ostermarkt organisiert.
Mitte der 1980er Jahre hatte die Gemeinde Rauhenebrach das Marktrecht, das Prölsdorf vor Jahrhunderten verliehen worden war, nach einer längeren Pause neu belebt. Der Heimatgeschichtliche Arbeitskreis in Rauhenebrach übernahm zunächst die Ausrichtung; jetzt liegt die Organisation bei der Interessengemeinschaft und damit bei den Vereinen.

Der Prölsdorfer Ostermarkt ist mittlerweile so gut etabliert, dass auch ein schwächeres Jahr wie 2017 keine negativen Folgen hat. "Die Markthändler schwören darauf, dass in Prölsdorf etwas geboten ist" - und kommen immer wieder, weiß Johannes Raab. Er war am Ostermontag "auf jeden Fall" sehr zufrieden.