Nach mehreren Bränden, die es seit März in bzw. um den Hofheimer Stadtteil Goßmannsdorf herum gab, haben sich inzwischen die Hinweise verdichtet, dass es sich in vier Fällen um Brandstiftung handelt. Wer die Feuer gelegt hat, steht bislang noch nicht fest. Inzwischen wurde eine Ermittlungskommission eingesetzt. Im Laufe des Mittwochs wurde in Goßmannsdorf eine Haus-zu-Haus-Befragung gestartet, um beider Aufklärung der Brandstiftungen einen entscheidenden Schritt weiter zu kommen. Mittlerweile wurden von einer Versicherung und der Stadt Hofheim eine Belohnung in einer Höhe von zusammen 3.000 Euro ausgesetzt.

Nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen hatte der noch unbekannte Täter am 8. März in der Hauptstraße in Goßmannsdorf zum ersten Mal zugeschlagen. In einer offen stehenden Garage war Laub und Stroh entzündet worden. Dabei waren u.a. ein Laubsauger, ein Weidezaungerät und ein Pannenkoffer verbrannt. Ein in der Garage untergestellter Pkw wurde gerade noch rechtzeitig ins Freie gebracht.

Am 19. März wurde dann in einer Werkstatt in der Brauhausgasse in der Nähe des Feuerwehrhauses an drei verschiedenen Stellen Feuer gelegt. Hier wurden Papier und Verpackungsmüll angezündet, wobei sich der Schaden in Grenzen hielt, weil das Feuer rechtzeitig entdeckt wurde.

Am 14. August setzte sich die Brandserie dann in Verlängerung der Eichelsdorf Straße in der Flurgemarkung Agnesberg fort. Dort sind 18 gepresste Strohballen verbrannt.

Der größte Brand hat an Maria Himmelfahrt am Ortsrand von Goßmannsdorf einen Schaden von über 150.000 Euro verursacht. Hier war nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen Stroh in Brand gesetzt worden. Ein Raub der Flammen wurden dabei eine Vielzahl von landwirtschaftlichen Maschinen und auch ein Mähdrescher. Die Scheune wurde total zerstört.

Auf einem Holzstapel in der Nähe wurde eine mit Klebeband umwickelte Getränkeflasche aufgefunden, in der sich noch ein Rest einer Nitroverdünnung oder ähnliches befand, das vermutlich als Brandbeschleuniger Verwendung fand.

Bislang gibt es von dem Brandstifter trotz intensiver Ermittlungen noch keine heiße Spur. Auffallend ist, dass der Unbekannte immer tagsüber unterwegs war. Es spricht vieles für einen örtlichen Täter. Von einer Befragung der etwa 250 Haushalte in Goßmannsdorf, die am Mittwoch gestartet wurde, erhoffen sich die in der Ermittlungskommission eingesetzten Beamten der Kripo Schweinfurt und der Polizeiinspektion Haßfurt neue Hinweise.

Mittlerweile wurden von einer Versicherung für Hinweise zur Aufklärung der Brandstiftungen eine Belohnung in Höhe von 2.000 Euro und von der Gemeinde Goßmannsdorf weitere 1.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Die Zuerkennung dieser Belohnung erfolgt wie immer unter Ausschluss des Rechtsweges.

Unabhängig von der am Mittwoch durchgeführten Befragung von Anwohnern hofft der Sachbearbeiter der Kripo Schweinfurt auch weiterhin auf Hinweise von Zeugen:

• Wem ist anlässlich der geschilderten Brände eine verdächtige Person aufgefallen?
• Wer wurde auf einen verdächtigen Pkw aufmerksam?
• Wer kennt die abgebildete Flasche?
• Wer hat sonst irgendwelche Beobachtungen gemacht, die mit den Brandstiftungen in Zusammenhang stehen könnten?

Hinweise nimmt die Kripo Schweinfurt unter Tel. 09721/202-1731 oder die Polizeiinspektion Haßfurt, Tel. 09521/9270, entgegen.