Für Gerhard Zösch, ehrenamtlicher CSU-Kreisgeschäftsführer im Landkreis Haßberge, ist es schlechter Stil, nicht demokratisch und nicht fair: Unbekannte haben in einer Nacht-und-Nebel-Aktion am Wochenende in Sand CSU-Wahlplakate gezielt überklebt mit Sprüchen. Weil die Zettel mit zwei Stück Doppelklebeband auf die Plakate, auch die der SPD, gepatscht wurden, konnte man sie zwar abziehen, doch das Papierplakat darunter ist beschädigt.


Einfach runtergerissen

Auch in Kirchlauter ärgert man sich: Bürgermeister Karl-Heinz Kandler ist zwar gerade in Urlaub, doch seine Helfer berichteten ihm, dass die Plakate, die die SPD angebracht hat, erneut abgerissen wurden; das fand bereits einmal statt, die Helfer klebten neu, jetzt wiederholte sich die Aktion.

"Das ist eine Sauerei", sagt Kandler, "dabei haben wir nicht übertrieben mit der Plakatierung, einen Bauzaun und drei oder vier Plakate, mehr haben wir gar nicht angebracht."

Kandler wie Zösch wollen sich bei weiteren Aktionen an die Polizei wenden und Anzeigeerstatten. Warum kann man die Plakate nicht einfach in Ruhe lassen?

Für die Mitglieder an der Basis, "die Läufer" im großen Schachspiel ist das "frustrierend", meint Zösch. Er hat im CSU-Kreisverband die Organisation und einige Kilometer "geschrubbt", um das Material an den Mann zu bringen; gut 60 Ortsverbände hat man. Zösch sieht sich in der "glücklichen Lage", überall Ansprechpartner zu haben, und so war ab dem 15. August die Plakatierung überall gut gelaufen.

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