Über 400 Bilder und ein großer Fan: Der Haßfurter Stadtarchivar Bernd Reinhard kennt die Familie von Willi Schütz aus gemeinsamen Tagen in Bischofsheim, wo der Vater (nach Baunach und weiteren Stationen) als Förster tätig war.

Und Reinhard kennt die Bilder von Willi Schütz, hat sie ebenso verinnerlicht, wie der Künstler seine Motive: "Er hat nur Tiere gemalt, die er selbst beobachtet und gejagt hat. Deshalb gibt es auch keinen Rehbock im Winter", sagte Reinhard über den bekannten Jagd- und Naturmaler, Illustrator für mehrere Fachzeitschriften, der 1914 in Baunach geboren wurde, in Maroldsweisach aufgewachsen ist, 1995 in Siegen verstarb und in Lohr in der Familiengruft der Mutter begraben liegt. Willi Schütz, der malende Jäger und jagende Maler hat meist zwei Mal "abgedrückt" - erst sein fotografisches Gedächtnis aktiviert, das ihm die Motive für seine Gemälde lieferte, und danach erst den Abzug des Jagdgewehrs betätigt. "Er hat rund 2500 Bilder gemalt, viele aber selbst zerrissen.

Er war mit dem Ergebnis oft nicht zufrieden. Dabei erzählt er wie kein anderer, wie schön die Natur ist", weiß Reinhard. Bürgermeister Herrmann sprach von der "Handschrift eines Naturmenschen". Sein gesamtes Werk hat Schütz dem Bürgerverein überlassen, der ihm seit Samstag dafür ein ganzes Haus widmet - die Xaver-Mayr-Galerie. Die Eröffnung des "Musentempels" war für Vorsitzenden Ingo Hafenecker ein "glücklicher Tag". 300 Arbeitsstunden und rund 10.000 Euro seien investiert worden.